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mich drei Stunden Zeit und unzählige Schweisstropfengekostet. Die Nacht brachte mir einen so festenund gesunden Schlaf, dass ich erst gegen S Ehrmorgens erwachte.
Nach dem Frühstück machte ich mich wiederauf die Sölden, um möglichst bald über denkahlen, unwirtsamen Kamm hinweg nach der Schluchtzu gelangen. Der schmale Fusspfad führt auf derdeutschen Seite fest an den Grenzsteinen vorbei. ZurLinken blickt man in die Thiiler der Vogesen hinab,auf die Rheinebene und den Schwarzwald. Rechtsdehnt sich das französische Departement des Yosgesaus. Es bedeutet doch für jedes deutsche Herz eineGenugthuung, wenn man auf dieser Grenze unseresVaterlandes dahinwandert, und sich die welterschüttern-den A’’orgänge vergegenwärtigt, die in den Jahren1870/71 die Grenzverschiebung vom Rheine nach hierzur Folge hatten; man denkt unwillkürlich an dieStröme heissen Jugendblutes, die vergossen werdenmussten, ehe französischer Willkür und Eroberungs-sucht hier auf der stolzen, von der Natur errichtetenGebirgsfeste ein Ziel gesetzt werden konnte.
Dem Pfade folgend kam ich an dem kleinenSchwarzen See vorbei, der tief unten den diisternSchlund eines erloschenen Vulkans ausfüllt, und ge-langte nach einer kleinen Irrfahrt im Walde nachder Schlucht, durch welche die grosse Kahrstrasseführt, die das Münsterthal mit der nächsten französischenStadt Geradmer, also Deutschland mit Frankreich ver-bindet. An der südlichen Seite der Strasse liegt eindeutsches Wirtshaus, in dem die Franzosen ihrenDurst mit deutschem Biere löschen und gleich-zeitig ihren Bedarf an Streichhölzern decken. InFrankreich kostet bekanntlich ein gewöhnlichesKästchen sogenannter schwedischer Zündhölzer in-