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Von der Nordsee bis zum Mittelmeer : eine Ferienreise auf dem Rade ; Zugleich praktisches Reisehandbuch für Radfahrer
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in Kippenlieim, einem kleinen, hübschen Städtchenan und stieg bei einer befreundeten Familie ab. Daserste, was sich hier unangenehm bemerkbar machte,war brennender Schmerz an Beinen und Armen,die dicke Beulen aufwiesen, deren Ursache mirbald klar wurde. Ich befaud mich nämlich hier

im Lande derRheinschnacken, wie die Bestien imVolksmunde heissen. Es sind dies ganz kleine Fliegen,die in der feuchten Sumpfgegend des Kheines ihr kurzesDasein fristen und Menschen und Tiere den ganzenSommer hindurch unbarmherzig quälen. Die Bewohnerdieser Gegend dürfen bei erleuchtetem Zimmer keinFenster offen lassen und auch hei Tag werden dieFenster gewöhnlich mit einem dichten Drahtnetzeabgeschlossen. Lässt man in jener Gegend dieseVorsichtsmassregeln ausser acht, so wird man unfehl-bar jämmerlich zerstochen. Das schöne fruchtbareMarkgräflerland, in dem besonders gut der köstlichenach ihm benannte Wein gedeiht, ist mit Ausnahmeweniger Orte, darunter Freiburg, dieser Plage ausge-setzt. Das beste und bequemste Mittel gegen diese,sowie überhaupt alle Stechfliegen ist Salmiakgeist, mitdem man die schmerzhafte Stelle unmittelbar nachdem Stich gehörig einreibt. In der Regel bleibt dieGeschwulst dann gänzlich aus.

Mit meinen Freunden verlebte ich dann hei einemvorzüglichen Tröpfchen echten, reinen Markgräflerseinen vergnügten Abend. Wir sprachen über dieschönen Ansflüge, die wir früher zusammen inden herrlichen Schwarzwald unternommen. Auchgedachten wir mit Freuden der schönen Abendevergangener Zeiten, an denen wir zusammen musiziert,,an denen wir Wagnersche Kunst gepflegt und demGesänge gehuldigt hatten. Gerne erinnere ich michder Stunden, die ich früher im trauten Kreise dieser