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Von der Nordsee bis zum Mittelmeer : eine Ferienreise auf dem Rade ; Zugleich praktisches Reisehandbuch für Radfahrer
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Einige Stunden nachher sass ich wieder im Sattelund kam bald nach Durlach, einem hübschen Städtchenmit 8500 Einwohnern und bedeutender Industrie.Eines Besuches wert ist die Schlossruine und deraussichtsreiche, 250 m hohe Thurmberg, auf den eine-Drahtseilbahn hinauf führt. Durlach, die frühereResidenz der Markgrafen von Baden-Durlach, warübrigens, wie Heidelberg, auch eine der unglücklichenStädte, die 1688 von den Vandalen pardonFranzosen niedergebrannt wurden. Xacli kurzemAufenthalte in Durlach fuhr ich auf der breiten, be-lebten Landstrasse gemütlich nach Karlsruhe, wo ichein halbes Stündchen später anlangte.

Das 'Wetter war den ganzen Tag über freundlichund nicht zu warm. .Doch jetzt drohten schwarzeWolkenberge wiederum meiner Freude ein Ziel zusetzen. Ich nahm meinen Weg durch die kerzen-gerade, schön angelegte Kaiserstrasse, welche die Stadtin ihrer ganzen Länge von Osten nach Westendurchzieht, bis zum Hotel zum Tannhäuser, wo ichabstieg und Wohnung nahm. Nach dem Abendessen,dem ein erfrischendes Bad vorangegangen war, unter-nahm ich einen Streifzug durch die schöne Residenz,die ich bereits in früheren Jahren wiederholt besuchthatte.

Karlsruhe ist mit 75 000 Einwohnern die Haupt-und Residenzstadt des Grossherzogtums Baden undliegt in der Rheinebene am südlichen Saume desgrossen Hardtwaldes. Im Jahre 1715 siedelte derMarkgraf Karl Wilhelm von Baden-Durlach nachKarlsruhe über und legte dort den Grundstein zudem prächtigen Schlosse, welches noch heute mitseiner ganzen Umgebung als ein Muster schönsterSymmetrie gelten darf. Die Strassen laufen strahlen-artig vom Schlosse aus und die Aussicht von der