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Katechismus des Radfahrsportes
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Ein Gang dnrch die radsportliche Litteratur.

Or. S. Wilhelm in seiner Schrift: „Der Gesundheits-sport"*) tritt warm für den Ncidfahrsport, als „einen derhervorragendsten Gesundheitssportsarten" ein.

Wir nennen hier noch gleich die schätzbaren Werke,welche sich speziell mit der gesundheitlichen Seite des Rad-fahrens befassen. Es ist Ur. Fressels vor dem größerenWerk geschriebenes Büchlein: „Was muß ein Radfahrerunbedingt wissen?" (5. Ausl. 1895); l)r. Reyhers kurzeAbhandlung „Soll ich radfahren", vr. Siegfrieds trefflichesBüchlein: „Wie ist Radfahren gesund?" (1895); Geheimrntv. Nußbaums Abhandlung über das Radfahren (zuerst inder Gartenlaube erschienen) und 1)r. M. Mendelsohns Bro-schüre : „Der Einfluß des Radfahrens auf den menschlichenOrganismus" (Berlin 1896). Dieses ausgezeichnete medi-zinisch-wissenschaftliche Werk kommt, wenn wir es genaubetrachten, ebenfalls zu sehr günstigen Schlüssen, indem derVerfasser die Frage, welche das ihm gestellte Thema in sichschloß: „Ist dasRadfahren alseine gesundheitsgemäße Hebunganzusehen und aus ärztlichen Gesichtspunkten zu empfehlen?"nicht kurzweg mit ja, aber auch nicht mit nein beantwortet.Vielmehr soll, wie jede therapeutische Maßnahme ihre Wirk-samkeit erst durch das richtige Maß in jedem einzelnen Falleerlangt, so auch das Radfahren in einem genau bemessenenUmfange als Heilmittel bei den entsprechenden Krankheitenangewendet werden. Hierin aber liegt schon die Anerkennung,daß das Radfahren nicht nur für Gesunde wohlthätig wirkt,sondern daß es sogar für Kranke, in richtigem Maß entspre-chend angewendet, ein therapeutisches Heilmittel werden kann.

Ohne besondere Hervorhebung der gesundheitlichen Seitebehandeln den Radfahrsport noch eine ganze Reihe kleinererSchriften, unter denen wir als besonders bemerkenswertfolgende hervorheben wollen.

Vor allen andern das von der Redaktion des „Radmarkt"herausgegebcne Büchlein: „Das Fahrrad und seine Behand-

') „Der Gesundheitssport" in seiner Anwendung beim gesunden und krankenMenschen :c. (Wien, Szciiuski, 189L.)