Siebentes Hapitel.
Die Sereifnng.
Die Bereifung des Rades entsprach im Anfang der-jenigen des Wagenreifens. Wie diese war auch sie aus eisernenRändern hergestellt und nur ans die Erhaltung der hölzernenFelge berechnet. Diesen Zweck erfüllte sie aber gerade wegenihrer Starrheit sehr wenig, da die Stöße, welche das Radbei jeder Bodenunebenheit erhielt, nicht nur nicht abgeschwücht,sondern weiter gegeben wurden.
Man erkannte, daß für die Bereifung ein anderes Materialzu wählen sei, geeignet, die Stöße abzuschwächen, welche deralte Boneshaker, d. h. Knochcnrüttler, empfing und aus-teilte und welche natürlich der primitiven Maschine selbstam meisten gefährlich wurden, da sie ihr ganzes Gefüge er-schütterten. Man wählte daher das elastische Produkt desbrasilianischen Kautschukbaumes zur Bereifung. So entstand,gegen früher ein ganz bedeutender Fortschritt, der Gummi-reifen, und zwar zuerst der Vollreifen. Derselbe bestandaus einer hohlen, im Durchschnitt halbkreisförmigen oder auchdreieckig gestalteten Eisen- oder Stahlfelge, um welche einaus festem Nundgummi bestehender, dem Felgenumfang ent-sprechender Ring gelegt und mit diesem durch einen Kittverbunden wurde. Wenn sich auch die hierdurch bewirkteErleichterung für Rad wie Fahrer nicht verkennen ließ, so