Drittes Hlipitck.
Verbreitung des Nadfahrsports in der Gegenwart.
Die vorzügliche Konstruktion und dadurch bedingte Nutz-barkeit des modernen Niederrades hat in allen Kreisen derBevölkerung der Kulturländer der Erde den Radfahrsportverbreitet wie keinen andern Sport. Von dem exklusiven,gewissermaßen akrobatischen Belustigungsmittcl beschränkterKreise, wie es die Meisterung des hohen Bichcles mehr oderweniger darstellte, ist das heutige Fahrrad in schnellem Ent-wicklungsprozeß zu einer wahren Volkswohlthat geworden,deren sich alle Klassen der Gesellschaft erfreuen, vom Herrscherbis zum einfachen Arbeiter.
Kaiser Wilhelm II., welcher sogleich die hohe Nützlichkeitdes Fahrrades für militärische Zwecke erkannte und die Ver-wendung des Rades im deutschen Heere regelte, interessiertsich ganz besonders für den Radfahrsport, und seine Söhnedie deutschen Prinzen, radeln mit Vorliebe; ebenso ist desKaisers Bruder, Prinz Heinrich, ein gewandter Radfahrer.Es fahren ferner König Wilhelm, Königin Charlotte undPrinzessin Pauline von Württemberg, sowie alle bayrischenPrinzen. König Hnmbert und Königin Margherita von Italienhaben im Park zu Monza fahren gelernt und gehörten zuden ersten Förderern unseres schönen Sports. Ebenso sindals elegante Radfahrer bekannt! der Zar Alexander vonRußland, der König von Dänemark, der junge König von