Druckschrift 
Katechismus des Radfahrsportes
Entstehung
Einzelbild herunterladen
 

Sechzehntes Hnpitcl.

Das Radfahren der Damen*).

So sehr auch heute unter der Herrenwelt jeden Standesdas Radfahren verbreitet und beliebt ist, so verhältnismäßiggeringe Fortschritte macht es, wenn wir die Wahrheit gestehenwollen, in unserer lieben Heimat bei der zarteren Hälfte desMenschengeschlechts.

Dies ist um so bedauerlicher, als gerade für die Frauen-welt die Ausübung des Radfahrens noch in viel höheremGrade geeignet erscheint, ihrer sitzenden, bewegungsarmenLebensweise ein Gegengewicht zu bilden und die Schädigungen,welche durchgängig früher oder später dadurch bei einer jedenherbeigeführt werden, teils zu verhindern, teils wieder zubeseitigen.

Der Mann hat schon durch seine berufliche Thätigkeit,welche er nur in den seltensten Fällen daheim ausübt, weitmehr Bewegung als die Frau, welche in der Regel tagaus,tagein an die Räume des Hauses gebannt ist.

Diese Abgewöhnung der Bewegung, welche mit der Zeitsich bis zu völligem Verlust der Fähigkeit jeder energischenBewegung steigern kann und zu steigern pflegt, wie uns tag-täglich ans den Straßen der Stadt ein Blick der Vergleichungzwischen den sich daselbst bewegenden Männern und Frauen

Damenrad mit Klciderschich im vierte» Kapitel abgcbildet.