Achtzehntes Hapitck.
Das Militär-Radfahren.
So sehr sich das Fahrrad heutzutage als integrierenderBestandteil in der Oekonomie der Welt und als ein bedeut-sames Element des menschlichen Lebens eingeführt hat, sowenig ist eigentlich bisher für seine Aufnahme als Kriegs-mittel in den militärischen Dienst geschehen.
Von den Gründen, welche die volle Entwicklung desMilitärradfahrens noch immer verhältnismäßig hinten-' anhalten, ist wohl der hauptsächlichste derjenige, das; that-sächlich erst das Niederrad so beschaffen ist, daß es sich fürden militärischen Gebrauch eignet.
Von allen Staaten war Italien der erste, welcher sichfür das Radfahren interessierte, indem man dort dasselbe inBeziehung auf die etwa daraus auf militärischem Gebiet sichergebenden Vorteile studierte, und es gehen die ersten Ver-wendungen hier bereits bis auf das Jahr 1875 zurück. DieVersuche, die damals General Bocca bei den Manövern imLager von Svmma ausführte, erstreckten sich besonders aufBeförderung von Korrespondenz und Befehlsausgabe desHauptquartiers an dieKorpskommandanten, auf Lebensmittel-Requisition und ähnliches und schon damals wurde die ent-schiedene Nützlichkeit des damaligen Hochrades anerkannt.
Biesendahl, Nadfahrsport.
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