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Kurze Geschichte des Fahrrades und seiner Entwicklung re.
Räder einen ebenso großen oder noch größeren Weg beieiner Knrbeldrehung zu machen imstande ist als das Hoch-rad ; andrerseits ist ein wirklich gefährlicher Sturz überhauptnicht wohl möglich, ein Kopfsturz vollständig ausgeschlossenund der Aufstieg so bequem wie beim Dreirad, indem eskeine turnerische Veranlagung von dem Fahrer verlangt.
Mit den Niederrädern, deren erste Modelle etwaim Jahre 1879—80 anftauchten und welche sich im einzelnenimmer mehr vervollkommneten, beginnt die neueste und be-deutendste Aera des Fahrrades und des Radfahrsports, derenBethätigung sich mit ungeahnter Schnelligkeit über alleLänderder Erde und über alle Gesellschafts- und Altersklassen ihrerBewohner als das praktischste individuelle Beförderungs-mittel verbreitet. Die einzelnen Stadien dieser Aera, inderen Anfang wir uns augenblicklich noch befinden, sind durchdie charakteristischen Verbesserüngeu der Bereifung, also einerVervollkommnung eines der wichtigsten Maschinenteile, durchdas Auftreten des hohlen Gummireifens und schließlich despneumatischen Reifens bezeichnet, welche die Erschütterunginfolge der Unebenheiten der Wegoberfläche auf ein Minimumbeschränken und in Verbindung mit dem stabilen und zugleichso einfachen Hnmbermodell*) jene Maschine erstehen ließen,deren wir uns heute erfreuen.
'1 Das englische Humbcrmodell, welches mit geringen Modifikationen nochhellte in Geltung ist, setzte an Stelle des Krcuzrahinens das geschlossene Fünfeck,das sich in ein Dreieck und in ein Viereck zerlegen läßt. Das Dreieck besteht ausder Hintcrradgabel, Hinterradstiitze und dem Sitzrohr, das Viereck aus dem Sitz-rohr, deni diesem beinahe parallelen Lciilstangenstlitzrohr lau das sich die Vordcr-radgabcl anschlicßt) und den beiden fast wagercchten BcrbindungSrohren obenund unten.