18 Kurze Geschichte des Fahrrades und seiner Entwicklung
Veranlagten und gewandten Fahrern in dieser Weise be-herrscht und gemeistert werden und blieb doch für den all-gemeinen Gebrauch und für volkstümliche Einführung zumZweck von größeren Reisetouren immer eine wenig geeigneteMaschine.
Die Vorzüge jedoch, welche im Gegensatz zu dem kleinennicht übersetzten Rad das unübcrsetzte hohe Rad aufwies,
waren so ins Gewichtfallend, daß die Hoch-rndcr trotz der genanntenMängel eine verhältnis-mäßig weite Verbreitungfanden und lange Jahrehindurch den einzigenFahrradtypns darstcllten,wodurch, wie wir nuneinsehcn, der Fortschrittdes Fahrradwesens nichtnur stark gehemmt, son-dern fast ganz in Fragegestellt wurde.
Je mehr aber schließ-lich die Nachteile deshohen Bicyclcs in dieAngen fielen, desto mehrVersuche wurden allmäh-lich gemacht, ihnen abzu-helfen, und so entstand dassogen. Sicherheitsbicyclc, dessen eigentlichen Typus dasKangaroo bildete. Es war dies ein niedriges Bicyclemit stark verkleinertem Vorderrad, dessen Pedale sich nichtim Mittelpunkt des Rades, sondern weit tiefer bewegten,da die Trittbcwegung mittels zweier Ketten rechts undlinks auf die Achse übertragen wurde, wodurch bewirktwurde, daß sich das Rad bei jedem Tritt ein und ein halbesMal drehte.
Abb. 8. Kangaroo.
M-chl