Speißkammer. 227
^»rici'u, genant/am besten seye.Mir gefall« derTemsch Saffran/ der frisch und dock wol «ro-cken eingethan ist worden/am besten/dann er gibtvon sich einen lieblichenGeruch/von Farben undGeschmack reichlich und gul/istjetzunderinallsHerrenkücken gemein. In den Apochecken «stn«h«s bräuchlichers unter den Specereyen/alsSaffran/un das nit ohn Ursach: Dann der edelzahme Saffran starckt das Hertz / reinigt dasGeblül/verlreibt Onmacht/ wehr« dem Giffl/treibt den Harn/die Gall-und Miltzsucht/iu derSpciß oderArtzney genoffe.Es wird aberSaff-ran wie andereSpecerey/auch zumUberfiuß vtt-than/es müssen alle Tracheen mit Saffran s>derWürtzjubereilsepn/undwtl der Kocknlcheanrickts/erhabe dan denPfeffersack an ti Hand/darein grei ffl er ohn alles Dawren/Heng« undschnüret zuweilen mehr an das Fürtuch/ dan dieNochdurff« der Speisen erfordert: DeßhalbenmußderSpeißmeifier Ms geplagetseyn/undofftindle Meß oderzuMarcknachSpecereyenGeld ftbicke/dz wol im Kochs tönte erspart wer»den solcher Pracht und Überfluß/ wo man sonstredlich und rachlich wol« Haußhalten.
Die Würtzkrämer machen auß Saffranauch Güßwürtz/Gählwürtz / und Spelßwürtz:Was fürBttrug in derselben Vermischung ge»schicht/wissenvielverstendigerieuth: Darumbwer ibmwil lassen rathen dttmercke weiter.
Warnung vor falscher Specerey
etlicher Landstreicher.
Elchen die Küchen und Haußhallunz
m«t Wiirtz und anders zuverschen befoh-
P ij len