Druckschrift 
Bartholomaei Carrichters Kräuter und Artzeneybuchs dritter und letzter Theil, genandt Der Teutschen Speißkammer
Entstehung
Seite
131
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

Gpeißkammcr. yl

Ietzlgemeldte beyde Mepnungender allen 6,len.i.l.Scribenten hat Galenus mit weitläuffliger zimpimul.Schnfft solvirt/auftgelsseeund verglichen/ und "«lo«il!.zu letztbewiesen/ daßOelauch ein ncut«le ist/nemlicb ein miltelmässlges Ding/nit zu warm /nochzukalt/unodaßesnickt lrucken/ sondernfeucht« qualilät sey:dann Oel erweicht die bar«Knollen/unddle Geschwulst macht esssastgelin»deundweich/wanman aber hitzige CholerischeGeschwär und Schaden mit Oel salb«/ so wer,den gemelteBresien nock hitzlg«r:solch«s tanan denen/so mit demwildenFeuerund demRot-iauffgeplagt sind/warnehmcn/sonstein andernScbmertzen und presten ist Oel ein rechtMillel/zu fallen und warmenBresten mag genützt wer,den.Darumb will man/ daßdasOeltüle/ sollmanszuvor in tallem Brunnwajser wol durcheinander klopffen/ und alsdann Blumen undKrauter/so kalter Eigenschafft seynd/ darein le-gen/als M«tz«lwiol<n/S«blumen: will mandzOel warmer haben/un pflegt Euphorbia/Bertram/ und dergleichen darinn zubeißen.

Darum wollen wir bey der einsältigcn Mey<nungviulcollcii5 bleiben/ derlehrel/dasQel ,

(sonderlich wan <sftlsch und neu ist)sey feuch-ter/und zimlich warmer Natummd dz «st war-hafflig / Ursach/ Oel macht feuchl / glatt undscklüpffer,g/damtt gesalbet: Zu dem/ so ist Oelauch walm-dan ohn dienatürlicheHitz tönte keinOel wachsen/darum solst dieHitz der Soften dl«

die Hitz wird der wässerichleSafft inden Früch-ten und Sahmen erstlickverändert/ daßerzuOclwird sagti'ncopli.1,6 c.i». I ij Kürtz.