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Gallenstoffe.
zerfällt es in nitracholsaures Kali und Cholacrol. Das nitracholsaureKali krystallisirt in citronengelben glänzenden Krystallen, ähnlichwie Blutlaugensalz. Sie verpuffen schon bei 100°. Man hat ihmdie Formel KO.C 2 N 4 H0 9 gegeben.
Das Cholacrol ist ein blassgelbes, schweres Oel, von be-täubendem, zimmtartigem Geruch, welches gleichfalls schon bei100°, oft unter Verpuffung sich zersetzt, in Wasser wenig, leichtin Alkohol und Aether löslich ist. Man giebt ihm die FormelC 8 N 2 H 5 0 13 .
Der bei der Behandlung von Cholo'idinsäure mit Salpeter-säure in der Betörte bleibende Bückstand enthält mehrere Säuren,nämlich Cholest erinsäure, Choloidansäure und Oxalsäure.
Die Choloidansäure scheidet sich beim Erkalten als eineweiche krystallinisehe Masse ab, während die beiden anderen Säu-ren in der Flüssigkeit gelöst bleiben. Durch Auflösen in kochen-dem Wasser reinigt man die Choloidansäure; beim Erkalten schei-det sie sich in langen haarförmigen Prismen ab, die zu einerHaut eintrocknen. Sie ist in kaltem Wasser fast unlöslich, leichtin Alkohol. Beim Erhitzen über 100° schmilzt sie und zersetztsich zuletzt unter Schwärzung. Sie reagirt sauer und bildet mitden Alkalien leicht lösliche unkrystallisirbare Salze; mit den schwe-ren Melalloxyden verbindet sie sich zu flockigen unlöslichen Sal-zen, die leicht zersetzt werden. Ihr Aequivalent ist daher unbe-kannt; ihre Zusammensetzung kann durch die Formel C 16 I1 12 0>dargestellt werden.
Die Cholesterinsäure, C 8 H 5 0 5 , erhält man durch Neu-tralisation der vorhergehenden Mutterlauge mit Ammoniak undFällen mit salpetersaurem Silberoxyd, wobei ein Gemenge voncholesterinsaurem Silberoxyd und oxalsaurem Silberoxyd nieder-fällt, die man durch Behandlung mit kochendem Wasser trennt.Ersteres Silbersalz löst sich auf und krystallisirt beim Erkaltenwieder aus. Durch Zerlegen des Silbersalzes mit Schwefelwas-serstoff erhält man die Cholesterinsäure als eine gummiartige, inWasser und Alkohol sehr leicht lösliche Masse, die beim Erhitzenzersetzt wird. Die Alkalisalze und Erdalkalisalze sind in Wasserlöslich und unkrystallisirbar, die Salze der schweren Metalloxydemeist flockige Niederschläge; das Silbersalz, AgO . C„II 4 0 4 , kry-stallisirt allein.
Cholesterin.
585. Das Cholesterin bildet einen nie fehlenden Bestandtheilder Galle, der zuweilen in sehr ansehnlicher Menge darin vor-