Cholsäure.
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ristischen Eigenschalten mittheilen und die Hauptmasse des trock-nen Rückstandes bilden, sind:
Ch Ölsäure und Cho lein säure.
Behandelt man eingedampfte Ochsengalle mit absolutem Al-kohol , so bleibt der Schleim und ein Theil der unorganischenSalze ungelöst zurück, während die übrigen Gallenstoffe sich lo-sen. Durch Digeriren mit Thierkohle entfernt man den Farbstoffund fällt auf Zusatz von Aether eine anfangs zähe, amorphe Masseaus, welche sich bei längerem Stehen in nadeiförmige Krystalleverwandelt. Die Krystalle sind ein Gemenge der Alkalisalze(hauptsächlich Natronsalze) von Cholsäure und Cholemsäure. Löstman sie in Wasser auf und setzt verdünnte Schwefelsäure zu, sofällt die Cholsäure kristallinisch nieder, während die Choleinsäuregelöst bleibt.
580. Cholsäure: HO. C ä! H., ä NO u . Die Cholsäure bil-det farblose, haarleine Nadeln, die, anfangs voluminös, beim Trock-nen zusammenschwinden, so dass sie eine papierartige, seiden-glanzende Masse bilden. In kaltem Wasser ist sie sehr schwerlöslich, leichter in kochendem, besonders aber in Alkohol, wenigin Aether. Sie reagirt sehwach sauer und schmeckt süss. BeimErwärmen schmilzt sie und zersetzt sieh unter Entwickelung eineseigenthümlichen Geruchs. Mit Schwefelsäure und Zucker erwärmt,giebt sie eine intensiv violettroth gefärbte Flüssigkeit.
Die Cholsäure bildet mit den Basen neutral reagirende Salze;die mit den Alkalien und Erdalkalien sind in Wasser und Alkoholleicht löslich, aber nicht in concentrirten Lösungen von Alkalihy-draten oder Salzen: die mit den schweren Metallöxyden sind meistunlöslich in Wasser. Sie krystallisiren nicht, wenn man die Lö-sungen eindampft, aber durch Zusatz von Aether verwandeln siesich gewöhnlich in Krystalle.
Man kann das cholsäure Bleioxyd, Pb O . C 52 H 42 N O n , leichtdurch Fällen der entfärbten Galle mit einfach - essigsaurem Blei-oxyd in farblosen Flocken gewinnen und daraus durch Schwefel-wasserstoff die Cholsäure in freiem Zustande darstellen.
Die Cholsäure löst sich in concentrirter Schwefelsäure ohneFärbung auf, und beim Erwärmen scheidet sich ein amorpher Nie-derschlag ab, der in Wasser unlöslich, in Alkohol leicht löslichist. Dieses Zersetzungsproduct der Cholsäure ist eine schwacheSliure, Chol an säure genannt, die mit Baryt ein in Wasser un-lösliches Salz bildet. In ihrer Zusammensetzung ist sie durch