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2 (1853) Organische Chemie
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353
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Schwefelhaltige Oele. 353

Verhalten ähnliches Oel, welches man Fucusol genannt hat.'Vielleicht ist es mit Furfurol identisch.

3. Schwefelhaltige ätherische Oele.

500. Man kennt nur wenige schwefelhaltige Oele genauer,nämlich das Knoblauchöl und das Senföl, welche beide innahem Zusammenhange stehen. In vielen Alliaceen, Cruciferen,Umbelliferen finden sich, ausser diesen beiden noch andere Oele,welche in gleicher Weise einen scharfen, zu Thränen reizendenGeruch besitzen und Schwefel enthalten.

Knoblauchöl (Sc h wefelallyl) , C 6 H 5 S.

5G1. Durch Destillation der Zwiebeln von Knoblauch (Alliumsativum) mit Wasser erhalt man ein braune?, schweres Oel, vonwiderlichem Geruch, das ein Gemenge mehrerer Stoffe ist. Erhitztman es im Kochsalzbad, so destillht leicht eine fast farbloseFlüssigkeit über, die auf Wasser schwimmt und dun charakte-ristischen Knoblauchgeruch besitzt. Man reinigt es noch durchDestillation über metallisches Kalium, bis dieses nicht mehr sei-nen Metallglanz darin verliert. Es ist dann wasserhcll, schwerlöslich in Wasser, leicht in Alkohol und Aether. Die Formeldieses reinen Oeles ist C 6 Il 5 S; man nimmt an, dass dasselbedie Schwefel Verbindung des Radicals Allyl, C Ö H 5 , sei, welchessich aus der Schwefelverbindung in die Sauerstoffverbindung,C 6 II 5 0, überführen Iässt.

Setzt man zu einer Lösung von Schwefelallyl in Weingeisteine alkoholische Lösung von Einfach-Chlorquecksilber, so schei-det sieh ein weisser Niederschlag ab, der in Wasser unlöslich ist.

Derselbe ist ein Gemenge verschiedener Verbindungen. Durchkochenden Weingeist löst man die eine derselben auf, und falltsie wieder durch Zusatz von Wasser aus. Man erhält hierdurchein weisses schweres Pulver, das im Sonnenlicht sich schwärzt.Man nimmt die Zusammensetzung: (C 6 H 5 S -f- 2 Hg S) -j-(C„1I 5 C1 + 2lIgCl) für den reinen Körper an. Vcrmuthlichbesteht der erste Niederschlag aus: C 6 H 5 S -f- 2IIgCl, der sichz. B. in folgender Weise zusammengesetzt denken lässt:3 (C, H, S + 2 Hg Cl) = (C„ H, S+2 Hg S) +■ 2 (C„ H 6 Cl+2 Hg CI).

In ahnlicher Weise verhalt sich das Schwefelallyl gegen Zwei-fach-Chlorplatin. Beide, in weingeistiger Lösung veimischt, geben

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