Citronenöl.
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Neben dem Tereben ist in dem durch Schwefelsaure verän-derten Terpentinöl noch ein anderes Oel enthalten, das man Co-lophen genannt hat. Bei der Rectification steigt der Siedepunktzuletzt bis 310°, bei welcher Temperatur eine dicke Flüssigkeitübergeht, die in durchfallendem Licht farblos, in reflectirtem da-gegen blau gefärbt erscheint. Ihr speeif. Gewicht beträgt 0,940bei 9°. Sie wirkt nicht auf die Polarisationsebene. Mit Chlor-wasserstoffsäure bildet sie eine sehr unbeständige Verbindung,der schon durch kohlensauren Kalk die Säure entzogen wird.
Aehnliche Verbindungen wie mit Chlorwasserstoffsäure gehenalle diese ätherischen üele auch mit Bromwasserstoffsäure undJodwasserstoffsäure ein.
Chlor verwandelt sowohl das Terpentinöl als die anderen iso-meren Oele in chlorhaltige Substitutionsproducte, welche zäheFlüssigkeite'n von campherartigem Geruch darstellen. Ihre Zuaam-
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Salpetersäure greift das Terpentinöl besonders beim Erwär-men heltig an und bildet eine Anzahl theils flüchtiger, theils nichtflüchtiger Producte. Mit den Wasserdämpfen entweicht hierbeiButtersäure, Propionsäure und Essigsäure; in der Retorte bleibtOxalsäure und Tcrebinsäure, HO.C 14 H 9 0 7 , welche in ge-raden vierseitigen Prismen krystallisirt, in kaltem Wasser schwer,leicht in Alkohol und in Aether löslich ist, und mit den Basenlösliche und krystallisirbare Salze bildet. Beim Erhitzen zerfälltdie Säure in Pyrot erebinsäure. C u , IL. ()„ und Kohlensäure,welche erstere Säure, als eine ölartige Flüssigkeit erhalten wird.
Citren oder Citronenöl: C 2el H 1(i .
538. In den Citronenschalen ist ein ätherisches Oel enthalten,welches man durch Auspressen gewinnen kann, sowie auch durchDestillation mit Wasser, in welch letzterem Falle aber das destil-lirte Oel einen weniger angenehmen Geruch besitzt. Das Citro-nenöl ist eine farblose Flüssigkeit von 0,847 speeif.Gewicht, die bei105" siedet und den charakteristischen angenehmen Geruch der Citro-nen besitzt. Es zeigt dieselbe Zusammensetzung und gleiche Dampf-dichte wie das Terpentinöl, von dem es indessen ausser Anderem,auch dadurch verschieden ist, dass es die Polarisationsebene rechtsablenkt. Mit Salzsäure bildet es eine krystallinisehe und eine flüs-sige Verbindung, welche beide die Zusammensetzung C S0 IIk, -4-2HC1 besitzen. Das ehloiwasserstoffsaure Terpinol, C 20 H 16 -j-2 HCl, welches diesen Verbindungen gleichfalls isomer ist, sollStrecker, organ. Chemie. '29