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Arnidsäuren.
niak und Alkohol. Aehnlicke Verbindungen kennt man mit Me-thyloxyd und Amyloxyd.
444. Die Carbaminsäure, NH 3 . 2 HO . 2 CO, — 2H0:=C 2 H 3 N0 4 , kennt man nicht in freiem Zustande; in Verbin-dung mit Methyloxyd, Aefhyloxyd und Amyloxyd bildet sie
das Urethylan . . C 4 IL, NO, = C 2 H 3 O . C. 2 H 2 N0 3 ,» Urethan . . . C 8 R 7 NO, = C 4 H 5 O . C. 2 LI 2 N0 3 ,.» Amylurethan . C 12 H 13 NO., — C 10 Hn O . C 2 H 2 N0 3 .Diese drei Stoße sind isomer mit Glycocoll, Alanin undLeuein (410.). Mau erhält die Urethane auf verschiedene Weise:1) durch Behandeln der Kohlensäureäther mit Ammoniak, wobeiAlkohol austritt, z. B. 2 (C 4 H 5 O . C 0 2 ) + NH 3 = C 6 H r N0 4-|-C 4 H 6 0 2 . 2) Bei der Einwirkung von Chlorcyan auf Alkohole,z.B. C 2 NC1 + 2(C 4 II 6 0 2 ) = C 6 H 7 N0 4 + C 4 LL,C1. 3) Bei der Ein-wirkung von Cyansäure auf Alkohole, C 2 NH0 2 + C,H 6 Oo= C 6 H 7 N0 4 .
Das Urethan, C 6 H r N0 4 , krystallisirt iu farblosen, breitenBlättern, die unter 100° schmelzen und bei 180° sieden, aber schonbei 100° sublimiren. In Wasser, Alkohol und Aether ist es leichtlöslich.
445. Durch Einleiten von Ammoniak in die Lösung vonwasserfreier Weinsäure oder Milchsäure (Anhydride") in Alkoholhat man folgende Arnidsäuren (in der Form von Ammoniaksalzen)erhalten:
Tartraminsäure . . C 8 H 7 NO 10 =C 8 H, O 10 -|-NH 3 ,Lactaminsäure. . . C 12 H 13 NO I0 = C 12 ; H 10 O lu -)-N'H 3 .Während alle diese Arnidsäuren leicht in Ammoniak und diestickstofffreie Säure zerfallen, aus welcher sie entstanden, wider-stehen andere Säuren, welche man gleichfalls zu den Arnidsäurenrechnen kann, den zersetzenden Einflüssen weit mehr, oder siezerlegen sich in anderer Weise. Dies ist namentlich der Fall mit:Asparaginsäure . . . C 8 H 7 NO„Hippursäure .... C 18 H 9 KO„
Cholsäure.....C 52 H 43 N0 12 ,
Hyocholsäure .... C 54 H, 3 NO 10 .
Asparaginsäure, 2 HO.C 8 II 5 N0 6 .
440. Diese Säure, welche man als die Amidsäure der Aepfel-
säure betrachten kann, entsteht aus dem Asparagin (437.) durch
Behandlung mit Alkalien oder Säuren, wobei Ammoniak austritt:
C 8 H 8 N 2 0 8 +2HO=C 3 H 7 N0 8 +NH 3 .
Sie krvstallisirt in durchsichtigen vierseitigen Säulen, die in