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T e t r ä t h y 1 a in in o n i u m o x y d.
zen und hierauf wieder in Jodäthyl und Triäthylamin zerfallen.Durch Kalilauge wird dasselbe auch bei dem Erhitzen nicht ver-ändert. Behandelt man die Jodverbindung dagegen mit Silber-oxyd , so scheidet sich Jodsilber ab und die nun stark alkalischreagirende Flüssigkeit enthält Teträthylammoniumoxyd,C 16 H 20 NO, gelöst. Durch Verdunsten der Lösung im leerenRaum erhält man dieses Oxyd mit Wasser verbunden in haar-feinen Krystallen, welche äusserst leicht zerfliessen. Das Te-träthylammoniumoxyd besitzt in verdünnter Lösung einen bitternGeschmack, der zugleich scharf wie der von Kali ist. Die concen-trirte Lösung riecht wie Kalilauge, greift die Haut an, verseift Fetteund verhält sich gegen die Metalllösungen wie die Alkalien (nurlöst sie nicht Chromoxyd auf). Durch Kaliumamalgam oder dengalvanischen Strom wird die Base nicht zersetzt. Beim Erhitzender trocknen Base, selbst schon bei 100°, zerfällt sie in Wasser,Triäthylamin und Ölbildendes Gas:
C 16 H ä ,NO.HO = C 1S H IS N +• C 4 H„ + 2HO.Das Teträthylammoniumoxyd bildet mit den Säuren krystal-lisirbare, äusserst lösliche Salze. Das Platindoppelsalz, C, G II S0 NC1.PtCl 2 , ist ein orangegelber, in Octaedern krystallisirter Nieder-schlag, der dem Platinsalmiak gleicht.
Methyläthylamylphenylammoniumoxydhydrat.
38G. Diese Basis, von der Formel C^II^NO erhält manin Verbindung mit Jodwasserstoff durch Behandlung von Aethyl-amylanilin und Jodmethyl:
C 4 H 5 .C 10 H U .C I2 H 5 .N + C 2 H 3 J = C S H,.C 4 1I 5 . C 10 H U .C 12 H 5 .NJ.
Die Basis selbst wird aus der Jodverbindung durch Behand-lung mit Silberoxyd als eine stark alkalische Flüssigkeit erhalten,welche in der Wärme in Wasser, Ölbildendes Gas und Methyl-amylphenylamin zerfällt. Mit Salzsäure und Platinchlorid versetzt,giebt sie ein schwer lösliches Platindoppelsalz, C M H S4 H'Cl.PtCl 1 .
Basen mit sauerstoffhaltigen Radicalen.
387. Diese, meistens in der Natur fertig gebildet vorkom-menden Basen kennt man in Bezug auf ihre Constitution nur sehrunvollkommen. Die natürlichen Alkaloide wirken meistens circu-larpolarisirend, eine Eigenschaft, welche allen künstlich dargestell-ten Basen abgeht. Wir wollen einige von ihnen näher beschreiben.