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Sinnami n.
Bleioxyd sich vereinigen. Das Sinnamin löst sich in dem Wasserauf und wird durch Eindampfen gewonnen, es schiesst dabeilangsam in wasserhaltigen Krystallen an:
(Thiosinnamin), C 8 N s H 8 S 2 + 2 Pb O = C B H 6 N 2 + 2 Pb S + 2 H 0.Beim Erhitzen auf 100° verliert das wasserhaltige Sinnaminunter Schmelzung das Krystallwasser und erstarrt beim Erkaltenzu einer schwaehkrystallinischen Masse, die sehr bitter schmecktund stark alkalisch reagirt. Bei stärkerem Erhitzen entwickeltes, ohne sich zu schwärzen, Ammoniak und verwandelt sich ineinen gelben harzartigen Körper. Die Salze des Sinnamins kry-stallisiren nur äusserst schwierig, oder auch nicht.
Amarin: C lä H 18 N 2 .383. Das Amarin entsteht aus dem Hydrobenzamid (451.),welches dieselbe chemische Formel besitzt, wenn man es längereZeit mit verdünnter Kalilauge kocht. Das Hydrobenzamid ver-wandelt sich dabei, ohne an Gewicht zu verlieren, in einen harz-ähnlichen Kuchen, aus dem das Amarin durch Krystallisationmittelst Alkohol rein erhalten wird. Es bildet farblose viersei-tige Prismen, ist in Wasser fast unlöslich, leicht löslich in Alko-hol und Aether. Es schmilzt bei 100° und siedet in höhererTemperatur unter Zersetzung. Es reagirt alkalisch und bildetmit den Säuren krystallisirbare, meist schwer lösliche Salze.Das Platindoppelsalz, C J2 H 18 N 2 . HCl -|- PtCL., krystallisirt ingelben Nadeln.
Sauerstoffhaltige Basen.
Ammoniumbasen.
384. In den salzartigen Verbindungen des Ammoniaksnimmt man bekanntlich ein zusammengesetztes metallartiges Ra-dical, Ammonium, NH 4 , an, das in den Sauerstoffsalzen mit Sauer-stoff und Säuren verbunden, in den Haloidsalzen unmittelbarmit Chlor, Brom oder Jod vereinigt ist. Das Ammoniumoxydzerfällt, sobald es aus seinen Verbindungen abgeschieden wird,in Ammoniak und Wasser, NH,0 = NH 3 -(-HO. In gleicherWeise verhalten sich, wie wir gesehen haben, die organischenBasen, welche als ammoniakartige Verbindungen betrachtet wer-den können, von welchen sie nur dadurch sich unterscheiden, dasssie 1, 2 oder 3 Aeq. der Alkoholradicale oder anderer Radicalean der Stelle von Wasserstoff enthalten. Auch die Basen, welche