Zucker säure.
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mit Kali, fällt mit schwefelsaurem Kadmiumoxyd und zersetztdas niederfallende zuckersaure Kadmiumoxyd mit Schwefelwasser-stoff, worauf man die Säure durch Eindampfen gewinnt. DieZuckersäure hinterbleibt hierbei als eine gummiartige, sprödeMasse, die schon bei 100° sich färbt und in höherer Temperaturvollständig zersetzt wird. Die Säure löst sich sehr leicht inWasser und zerfliesst schon an feuchter Luft; in Weingeist istsie auch leicht löslich, schwierig in Aether. Die Zuckersäurebildet mit den Basen zwei Reihen von Salzen, neutrale und zwei-fach-saure; die ersteren sind in Wasser meist unlöslich, letzterelösen sich in Wasser auf und reagiren sauer. Mischt man siemit salpetersaurem Silberoxyd und setzt wenig Ammoniak zu,so scheidet sich beim Erwärmen Silber aus, welches die Gefäss-wand spiegelnd überzieht.
Schleimsäure: 2 HO . C 12 II 8 0 I4 .
210. Die Schleimsäure ist der Zuckersäure isomer und ent-steht bei der Zersetzung der meisten Gummiarten, sowie desMilchzuckers mit Salpetersäure. Erwärmt man 1 Thl. Milch-zucker mit 2 Thln. Salpetersäure von 1,42 speeif. Gewicht, biseine stürmische Entwickelung rother Dämpfe beginnt, so scheidensich beim Erkalten weisse sandartige Krystalle von Schleimsäureaus, die schwach säuerlieh schmecken. Die Schleimsäure ist selbstin kochendem Wasser schwierig löslich und unlöslich in Wein-geist. Mit den Basen bildet sie neutrale und zweifach-saureSalze. Beim Erhitzen schmilzt die Säure und liefert unter Auf-blähen ein Sublimat von Brenzschleimsäure, C 10 H 4 O 8 ,deren Bildung durch die Gleichung C 12 H 10 Oi 6 = C 10 H 4 0 6■f 2 CO,, -f 0 HO dargestellt wird.
211. Wir werden nun einen organischen Körper anführen,welcher in seinem Verhalten sowohl mit den organischen Säuren,als auch mit der folgenden Classe organischer Stoffe, den Alko-holen nämlich, Aehnlichkeit zeigt, und daher als das Verbindungs-glied dieser beiden Classen betrachtet werden kann. Es ist diesdie Carb Ölsäure, auch Phenyloxydhydrat genannt.
Carbolsäure: HO.C 12 H 5 0.
Die Carbolsäure hat man im Biebergeil, sowie in dem Harnverschiedener Thiere gefunden. Sie ist ferner ein Product der