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2 (1853) Organische Chemie
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89
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Chlor acetyle.

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Chloracetylsäure: HO.C,

Cl (

Ü.,

125. Leitet man durch Essigsäurehydrat in zerstreutem Licht-Chlorgas, erwärmt zuletzt auf 100° und treibt das überschüssigeChlor durch einen Strom von Kohlensäure aus, so erhält mandie Chloracetylsäure, welche der Essigsäure ähnlich riecht, undmit Metalloxyden lösliche Salze bildet. Durch Auflösen von Sil-beroxyd in der Säure und Eindampfen zur Krystallisation erhält

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man das chloracetylsäure Silberoxyd, AgO . C 4 p.MOa, in weissen

Schuppen, welche beim Verbrennen Chlorsilber hinterlassen. DieBildung der Chloracetylsäure erfolgt nach der Gleichung:C 4 II 4 0 4 + 2C1 = C,II 3 C10 4 + HCl.

Trichloracetyl säure: H0.C 4 C1 3 0 3 .

12G. Diese, auch Chloressigsäure genannte Säure entstehtaus Essigsäurehydrat, durch Einwirkung von Chlorgas im Son-nenlicht, sowie auch durch Oxydation des Chlorais und andererVerbindungen. Die Säure krystallisirt in farblosen Ehomboedern,welche bei 40° schmelzen und bei 195° ohne Zersetzung sieden.Sie löst sich sehr leicht in Wasser und röthet stark Lackmus.Mit den Basen bildet sie neutrale, in Wasser lösliche Salze.

Man kann der Trichloracetylsäure wieder das Chlor entziehenund sie in Essigsäure zurückverwandeln. Bringt man nämlichdie Trichloracetylsäure, in Wasser gelöst, mit Kaliumamalgamzusammen, welches auf 1 Tbl. Kalium 150 Thle. Quecksilberenthält, so bildet sich essigsaures Kali, Chlorkalium und Kalinach der Gleichung:C 4 C1 3 H0 4 + 2 HO -f 6K = KO.C 4 H 3 0 3 + 3KCl-f-2KO.

Dieselbe Rückverwandlung in Essigsäure findet auch imKreise der galvanischen Säule durch den am negativen Pol sichabscheidenden Wasserstoff statt, wenn man einen schwachen gal-vanischen Strom durch zwei amalgamirte Zinkplatten in eineAuflösung von trichloracetylsaurem Kali eintreten lässt.

Trichloracetyloxydhydrat (Chloral): H0.C 4 C1 3 0.

127. Das Chloral bildet sich bei der Einwirkung des Chlorsauf Alkohol, Stärkmehl oder Zucker. Um es darzustellen, leitetman durch wasserfreien Alkohol so lange trocknes Chlorgas, bissich keine Salzsäure mehr bildet, schüttelt die Flüssigkeit hieraufmit concentrirter Schwefelsäure und destillirt sie über. Das Chloral