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2 (1853) Organische Chemie
Entstehung
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Einleitung.

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hältniss, in welchem sie Wasser bilden, und vereinigt sich damit.Der organische Stoff verbindet sich zuweilen nicht mit der Schwe-felsäure, aber in den meisten Fällen vereinigt sich derselbe, nach-dem er an einen Theil der Schwefelsäure Wasser abgetreten hat,mit einem anderen Theil der Schwefelsäure zu einem neuen Körper.

Wir wollen dieses Verhalten durch einige Beispiele näher be-leuchten.

Der Alkohol, GlLjOj, verbindet sich beim Zusammen-bringen mit Schwefelsäurehydrat unter Austreten von Wasser,welches an einen anderen Theil der vorhandenen Schwefelsäuretritt: es entsteht hierbei eine gepaarte Säure, die Aetherschwe-felsäure, HO . C,H 5 O . 2 SOj, nach folgender Gleichung:CH 6 O ä + 2(IIO.S0 3 ) = HO.C4HsO.2SO3 + 2 HO.

Beim starken Erhitzen wird diese Verbindung wieder zerstörtund es entwickelt sich Ölbildendes Gas, C 4 H 4 , während dieSchwetelsäure sich mit Wasser vereinigt:

HO.C,H 5 0.2S0 3 = C 4 H 4 -f 2(HO.S0 3 ).

In anderen Fällen wird der organischen Substanz durch dieSchwetelsäure, welche aber alsdann wasserfrei sein muss, nurWasserstoff entzogen, der mit einem Theil des Sauerstoffs der

schwefelige Säure tritt mit dem Rest der organischen Substanzin Verbindung.

Das Benzol, C t H 6 , geht bei der Behandlung mit wasser-freier Schwefelsäure in Sulfobenzid, C I2 H 5 S0 2 , über, nach derGleichung:

C 12 H 6 + 2S0 3 == GoH,S0. 2 + HO.S0 3 .

Viele organische Substanzen erleiden beim Erwärmen mitconcentriiter Schwefelsäure eine weitergehende Zersetzung, welchesich durch Schwärzung und Abscheidung einer kohleähnlichenMasse bemerklich macht. Es tritt hierbei eine grosse Anzahl vonProducten gleichzeitig auf, welche grösstentheils flüchtig sind,nämlich: Kohlenoxyd, Kohlensäure, schwefelige Säure, Wasser,Ameisensäure, Essigsäure, ein eigenthümliches Oel, Furlürol ge-nannt, während der anfangs braune, zuletzt ganz schwarze, kohle-artige Rückstand in Wasser unlöslich ist, aber neben Kohlen-stoff noch Wasserstoff und Sauerstoff, sowie eine gewisse Mengevon Schwefelsäure enthält, die sich durch Kali nicht ausziehen lässt.

Die verdünnte Schwefelsäure bewirkt in vielen Fällen dieZersetzung gepaarter Verbindungen oder sogenannte Spaltungen,ohne dass die Schwefelsäure dabei immer eine Verbindung eingeht.

Die Benzoglvc Ölsäure, C, 8 II s O, zerfällt beim Kochen