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Einleitung.
Ameisensäure . . C 2 H O dund Aethyloxyd . C 4 IL, O
C 6 H, O.,
Essigsäure
und Methvloxyd
C 4 H, O s
C, H 3 0C„ H 8 0,
Glycocoli und salpetrigsaures Aethyloxyd habenbeide die empirische Formel C, H ä N0 4 ; letzteres ist eine Ver-bindung von salpetriger Säure mit Aethyloxyd, C 4 H 5 0 . N0 3= C 4 H 5 N 0 4 , ersteres enthält Stickstoff in Verbindung mitWasserstoff.
Eine zweite Classe isomerer Stoffe besitzt dieselbe procen-tische Zusammensetzung, aber verschiedene empirische Formeln;insofern die Anzahl der in einem Aequivalent der Verbindungenthaltenen Elementar-Aequivalente verschieden ist. Die For-meln dieser Stoffe sind entweder Vielfache von einander, odersie lassen sich durch Multiplication mit einer ganzen Zahl voneiner einfacheren Formel ableiten. Derartige isomere Körpererhalten die nähere Bezeichnung polymcre Verbindungen.Die Formel des Aldehyds ist C 4 H 4 O i , die des Essig-äthers C a H 8 0,, also das Doppelte der ersten. Aldehyd undEssigäther sind daher polyinere Verbindungen.
Eine sehr zahlreiche Gruppe polymerer Verbindungen bil-den die Kohlenwasserstoffe, deren Formel ein Vielfaches vonder Formel Cj H 2 ist, wie z. B.:
Oelbildendes Gas.....C 4 H 4 ,
Propylen.......• C 6 H 6 ,
Butyren ........C 8 H 8 ,
Valeren ........ C I0 H 10 .
Ceten.........C a2 H 38 , u. s. w.
Eine dritte Classe isomerer Stoffe besitzt dieselbe empirischeFormel und auch dieselbe rationelle Formel, in so weit man siewenigstens kennt. Man kann in diesen Fällen die Ursache derVerschiedenheit nicht angeben, und obgleich man auch hier an-nimmt, dass die kleinsten Theilchen der Verbindungen in ver-schiedener Weise geordnet seien, so kennt man doch die Ver-schiedenheit der Anordnung nicht näher. Man nennt derartigeVerbindungen isomere im engeren Sinn.
Viele ätherische Oele besitzen die Formel C 20 Hi 6 , wie Ter-pentinöl, Citronenöl, Nelkenöl u. s. w.; dieselben unterscheidensich nicht nur durch verschiedene physikalische, sondern auchehemische Eigenschaften, und sind daher, da sie weder als meta-mere noch als polymere Verbindungen betrachtet werden kön-nen, isomere im engeren Sinn.