Einleitung
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nach dem zweiten Verfahren sämmtlicher Stickstoff in der Formvon Ammoniak erhalten. Diejenigen künstlich dargestellten or-ganischen Stoffe, welche Salpetersäure oder überhaupt ein Oxyddes Stickstoffs enthalten, verwandeln beim Glühen mit Natronkalknur einen Theil des Stickstoffs in Ammoniak; sie lassen sich alsonach der zweiten Methode nicht analysiren. Andere organischeStoffe, z. B. Indigo, entwickeln den Stickstoff beim Glühen mitNatronkalk nicht als Ammoniak, sondern verbunden mit Kohlen-stoff und Wasserstoff in Form von organischen Basen. In letzte-rem Fall lässt sich indessen das zweite Verfahren doch anwenden,indem man jedoch nicht die Platinverbindung, sondern nur dasbeim Glühen hinterbleibende Platin wägt, weil in allen diesenFüllen der Niederschlag auf l Aeq. Platin 1 Aeq. Stickstoff ent-hält.
Bestimmung des Sauerstoffs.
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IS. Der Sauerstoffgehalt der organischen Slofie wird immerauf indirectem Weg, durch den sogenannten Verlust bestimmt.Enthält eine organische Substanz nur Kohlenstoff, Wasserstoff undSauerstoff, so ermittelt man durch die Analyse den Gehalt auKohlenstoff und Wasserstoff, berechnet denselben auf 100 Ge-wiehtstheile der organischen Substanz und nimmt das Fehlendefür Sauerstoff an. In derselben Weise verfährt man mit der Be-stimmung des Sauerstoffgehalts organischer Substanzen, welcheausserdem noch Stickstoff, Chlor u. s.w. enthalten; man bestimmtden procentischen Gehalt an allen Elementen, und ergänzt dieSumme derselben auf 100 Gewichtstheile durch Hinzurechnungder erforderlichen Menge von Sauerstoff.
Wir wollen an einem Beispiel die Berechnung des Kohlen-stoff-, Wasserstoff- und Sauerstoffgehalts zeigen.
Bei der Verbrennung des Kohrzuckers mit Kupieroxyd geben0,300 Grm. Substanz 0,403 Grm. Kohlensäure und 0,174 Grm. Was-ser.
Da die Kohlensäure "27,2 7 Proc. Kohlenstoff, das Wasser11,11 Proc. Wasserstoff enthält, so berechnet sich die procentischeZusammensetzung des Rohrzuckers nach obiger Analyse: