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Die menschlichen Nahrungs- und Genussmittel, ihre Herstellung, Zusammensetzung und Beschaffenheit, nebst einem Abriss über die Ernährunglehre
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Wasser.

würfen, den häuslichen Spülwässern, wie ebenso von den thierischeii Abgängen,dringt fortgesetzt ein nicht unerheblicher Theil in den Boden. Denn selbst gutcementirte Abort- und Düngergruben werden mit der Zeit, besonders wenn die Wan-dungen zeitweise dem Frost ausgesetzt sind, undicht und geben einen Theil des In-haltes an das umliegende Erdreich ab. Nur bei dem neuerdings in grösseren Ort-schaften durchweg eingeführten Schwemmsystem ist eine Verunreinigung de.= Bodensthunlichst ausgeschlossen.

Der Boden hat nun zwar die günstige Eigenschaft, diese Fäulnissstoffefestzuhalten und mit Hülfe der vorhandenen Bakterien und des nach-tretenden Luftsauerstoffs zu Wasser, Kohlensäure, Schwefelsaure und Sal-petersäure zu oxydiren, allein das Oxydations- und Absorptionsvermögen desBodens für diese Fäulnissstoffe ist kein unbegrenztes; er wird je nach seiner physi-kalischen Beschaffenheit mehr oder weniger rasch mit denselben gesättigt und kannsie bei dem fortwährenden Nachtreten dieser Stoffe nicht mahr bewältigen, da keinePflanzendecke vorhanden ist, die oxydirten bezw. mineralisirten Fäulnissstoffe auf-zunehmen. Diese oder die Fäulnissstoffe selbst gelangen durch das Begensicker-wasaer oder durch hochsteigendes Grundwasser in immer tiefere Schichten undschliesslich in das Brunnenwasser.

Die grosse Menge der such bildenden Kohlensäure löst den Kalk als Calcium-bikarbonat; der Schwefel der organischen Substanzen wird zum Theil zu Schwefelsäureoxydirt, welche Veranlassung zur Bildung von schwefelsauren Salzen (vorwiegend vonCalciumsulfat, auch Magnesium- und AlkpJisulfat) giebt; ein anderer Theil des Schwefelsverbleibt im Zustande von Schwefelwasserstoff als erstes Fäulnisserzeugniss.

Die stickstoffhaltigen Bestandteile der Fäulnissmasse werden in Ammoniakumgesetzt; dieses verwandelt sich unter günstigen Verhältnissen durch Oxydation ganzin Salpetersäure, unter Umständen behält es wegen ungenügenden Sauerstoffzutritteszum Theil seinen Zustand als Ammoniak bei oder erfährt nur eine Oxydation bis zusalpetriger Säure. Die Nitrate können unter dem Einfluss von Bakterien zu Nitriten(salpetriger Säure) bezw. freiem Stickstoff desoxydirt werden, wobei der freigewordeneSauerstoff auf die vorhandenen Kohlenhydrate etc. übertragen wird. Diese zerfallenunter dem Einfluss des Sauerstoffs entweder in Kohlensäure und Wasser oder werdennur in organische Säuren (Humussäureu etc.) umgewandelt.

Derartig verunreinigte Brunnenwasser zeigen alsdann durchweg einen sehr hohenGehalt an Trockenrückstand im Ganzen, an Calcium-, Magnesiumkarbonatund Calcium- oder Magnesium- etc. Sulfat, sowie an Alkalisalzen auch dasKali ist in solchen verunreinigten Wässern vermehrt sie haben einen hohen Ge-halt an Salpetersäure und durchweg auch an organischen Stoßen, enthalten häufigAmmoniak oder noch uuzersetzte Stickstoffverbindungen, salpetrige Säure, häufigSchwefelwasserstoff, und da alle thierischen Abfallstoffe reich an Chiornatriumsind, so weisen solche Brunnenwässer auch einen hohen Gehalt an Chlor auf, dasin seinen verschiedenen Salzen vom Boden nicht absorbirt wird. Mitunter ist dieOxydationskraft des Bodens so gross, dass die organischen Stoffe fast vollständigoxydirt werden und sich keine erhöhten Mengen davon im Wasser nachweisen lassen,während die anderen gebildeten Bestandteile, Karbonate, Sulfate, Nitrate und Chlo-ride eine starke Vermehrung im Brunnen- bezw. Grundwasser zeigen. Auch zeigenderartig verunreinigte Brunnenwässer in Folge der guten Oxydations- und Filtrations-