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Die menschlichen Nahrungs- und Genussmittel, ihre Herstellung, Zusammensetzung und Beschaffenheit, nebst einem Abriss über die Ernährunglehre
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220
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■P

220 Veränderungen der Nährstoffe durch die Verdauung und ihre Aufgabe für die Eruälirung.

lomin') und K. Mann 2 ) an. Ersterer verwendete zu seinen Versuchen die sog.Kuttelflocke, d.h. den in Stückchen zerschnittenen Magen des Rindes 3 ), vondenen neben Brot, Butter und Bier 900—1000 g täglich an einen Erwachsenen in3 Mahlzeiten verabreicht wurden. In einer 2. Versuchsreihe verzehrte die Versuchs-person neben gleichen Mengen Brot, Butter und Bier 800 g Fleisch.

Die Ergebnisse beider Versuchsreihen waren folgende:

Für den Tag

Trockensubstanz

in

Von der verzehrten Mengeblieben unausgenutzt

Stickstoff iüi

Tag in :

den

Stick-

Nahrung:Brot und Butter

+

Nah-rung

g

KnthS

H B%

°'0

1

"äs

so

au

g

ja

oW

g

g

ing

stoff

am

Körper

g

1. Kuttelflecke . .

2. Fleisch

555,1

528,7

36,1

33,2

6,51

6,29

10,84 1 4,649,59 | 4,04

17,518,3

23,728,5

2.572,73

18,3923,62

2,742,15

Hieraus lässt sich über die Ausnutzung der Kuttelflecke allein ein Schluss nichtziehen, indess folgt aus dem vergleichenden Versuch, dass die Nährstoffe der Kuttel-flecke unter sonst gleichen Ernährungsverhältnissen fast ebenso hoch ausgenutztwerden, als die des Fleisches.

K. Mann prüfte an sich selbst (rund 63,5 kg schwer) die Ausnutzungsfähigkeitdes Elastin s 4 ) in der Weise, dass er in einem Vor- und Nach-Versuch täglich400 g Weizenbrot, 200 g Romadourkäse, 150 g Cervelatwurst, 30 g Butter und 70 gZucker verzehrte, während in dem Elastin -Versuch die Nahrung aus 400 gWeizenbrot, 150 g Butter, 143,75 g Zucker und 71,77 g Elastin bestand. Im Mittelwurde gefunden:

Nah r u nc

1. Gewöhnliche

2. Mit Elastin

3. Gewöhnliche

Trocken-

Stick

stoff füiTag in

• den

Nahrang

Nah-rung

nHarn

Koth

g

g

g

g

550

1 0,83

15,57

1,25

565

16,83

14.63

2,20

606

16,83

15,39

1,45

Stickstoffunausgenutzt

7,413,1

8,5

Stickstoffam Körper

_g

+ 0,05+ 0—. 0,03

Hiernach wurde der Elastin-Stickstoff um 5,15 °/„ im Darm weniger ausgenutztals der von Käse und Wurst; jedoch konnte sich der Körper auch mit Elastin-Stickstoff im Stickstoff-Gleichgewicht haltet).

') Archiv f. Hygiene 1896, 27, 176.') Ebeiidort 1900, 36, 166.

3 ) In anderen Gegenden Deutschlands versteht man unter „Kuttelfleeke" den in Stückchen zer-schnittenen Darin. In Norddeutschland werden die in derselben Weise verarbeiteten Abgänge,Darm und Netz als „Kaidaunen" bezeichnet.

4 ) Dasselbe wurde durch wiederholtes Behandeln des Nackenbandes mit Essigsäure und Salz-säure, sowie mit Aether und Alkohol dargestellt; von 2 kg Nackenband blieben 400 g Trocken-rückstand.