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KRYPTOGAMISCHE PARASITEN.
Lecanora atra ß) squamulosa nenntund folgendermafsen characterisirt: Thallo(crusta) tuberculis cineris , remotis, rotundo-irregularibus, convexis, complanatis, com-posito. Hinsichtlich der Apothekien aberbleibt die Hauptdiagnose unverändert. Inder Abbildung sind freilich undeutlich genugalle diese angegebenen Merkmahle darge-stellt, so wie wir auch für squamulosa lieberverrucosa oder tuberculosa oder sonst einähnliches Wort gewählt hätten, da dochnach Fe'e der Thallus aus Höckerchen, undzwar richtig, zusammengesetzt ist. Wasuns jedoch am meisten befremdet, ist dieAngabe, dafs die Apothekien innen weifslichseyn sollen (disco — intus albido); sicherlichhat da unser Vf. unrichtig beobachtet, wirwenigstens fanden sie stets im Innern tief-schwarz. Acharius aber übergeht dieinnere Beschaffenheit derselben gänzlich mitStillschweigen. Ueberdem ist der Discus(Keimplatte) nur aufgeweicht convex, sonstziemlich eben, ja bei älteren sogar etwasconeav. Auch blofs im höheren Alter siehtman den vom Thallus gebildeten ziemlichaufgeschwollenen Apothekienrand gekerbt,,zerrissen und sonst ungleich, während erbei jugendlichen Apothekien noch ziemlichganz erscheint. Die Tuberkeln übrigens,welche man so häufig auf dem Thallus be-merkt, und welcheFe'e bei seiner Lecanoraatra ß) squamulosa vorherrschend fand, sindmeist nichts anderes, als die Apotbekienhülleselbst», welche im Innern die schwarze, zudieser Zeit mehr kugelrunde Keimplatte ent-hält, und die sich späterhin bei gehörigerEntfaltung anfänglich als Punct, hieraufals Scheibe zeigt.
Abbildung. Fig. g, a ein Stück Han-dels,-Loxachina mit Lecanora atra in natür-
licher Gröfse. Die Thallus-Farbe ist beianderen noch graulicher, b ein vergröfsertesStück derselben, wo der Thallus körnerartigauf dunklem Grund erscheint. Von ver-schiedener Gröfse und verschiedenem Alterwerden die Apothekien getroffen, indemeinige nur als Keimlinge in kleinen gänzlichgeschlossenen Kugeln erscheinen, währendandere an der Spitze bereits einen schwarzenPunct zeigen und so die Bildung der War-zenflechten darstellen, und noch andereihre völlige Ausbildung erreichten, ja durchZerklüften und Zerfallen ihrer Bestand-theile bereits ein höheres Alter verrathen.c ein stark vergröfserter senkrechter Quer-durchschnitt eines einzelnen Apothekiums,worin die Keimschicht (Keimplatte, discus)als ein verkehrter schwarzer Kegel erscheint,welchen der Thallus- als Piand umgiebt.
VI. Graphis Ad ans. (Schrift-flechte.) Siehe S. 150.
8. Graphis rubella Fee.. (RöthlicheSchriftflecht e).
Diagn. Thallus blafs olivenfarben ins Meer-grün spielend, dünn, fast häutig, uneben,beinahe staubarlig oder körnig, schwarzbegrenzt. Apothekien (Rillen) schmal,sehr fein , fast mikroscopisch , vielgestal-tig, bald einfach, bald verästelt, baldgerade, bald gekrümmt,, bald punetför-mig, bald länglich, meist gruppenweisebei einander, eingesenkt, röthlich rost-farben, Keimplatte (discus) breit, eben,fast ohne allen Rand, innen gleichfarbig.
(Wohnort.) Auf der Angusturarinde.
Bemerkungen. Gröfse Räume pflegtdiese Schriftflechte auf der ächten Angustura-rinde einzunehmen, und wird deutlich durch