Druckschrift 
1 (1829) Enthaltend die Rinden und ihre Parasiten aus der Ordnung der Flechten : in sechs Heften
Entstehung
Seite
183
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

L^**'

' -**J- " mm -\~ 4 ^\j~ y

*9^

KRTPTOGAMISCIIE PARASITEN. I 83

oder minder bräunliche oder schwärzliche da sie nach Unten wieder schwindet, dage-

Grenzlinie, die jedoch auch von einer andern gen oberwärts am dicksten erscheint,

benachbarten Flechte herrühren konnte. Im ^ jr errU caria eobaspträta Zenk. (Rauhe

Allgemeinen mufs man bemerken, dafs diese ' c , , .

0 Warzenilecnte.j

Art nur auf jüngeren Rinden vorkommt, wo-

selbst die Oberhaut noch zart und jugendlich Diagn. Thallus blafsgelblich -weifs, häutig,

vegetationsfähig ist, aber bereits erkrankte. fast dünnkrustig, beinahe glatt, durch die

An der Birke findet man häufig die andereAbänderung, woselbst nur der Thallus ohnesolche Bestäubung getroffen wird. Nicht beiallen Apothekien bemerkt man die gewöhn-lich auf der Spitze vorkommenden Oeffnun-gen, welche, besonders, wenn sie ziemlichgrofs und die Apothekien flach sind, letzterendas Ansehen von kleinen Schüsselchen oderTellerchen, wie wir sie bei den Geschlech-tern Leennora und Lecidea beobachten, ge-ben. In der That kann man auch bei dem zu

darunter hervorbrechenden Apothekienrauh chagrinartig, schwarz schmal be-grenzt, unregelmäfsig ausgebreitet. Apo-thekien (Warzen) schwarz, punetförmig,elliptisch, unter dem Thallus aus der Rin-denoberhaut entspringend , späterhin allesdurchbohrend, und auf der Oberfläche alsschwarzer Punct sichtbar, sehr zahlreich,innen mit weifsem Kern.

(Wohnort.) Auf der harten gelben Chinarinde,

Bemerkungen. Grofse Strecken pflegt

letzt genanntenGeschlechtcnichtseiten einen diese Lichene auf der sogenannten Chinadiesem ganz ähnlichen Entwicklungsgang flava ävra zu .überziehen, indem sie selbstbemerken, indem die Apothekien derselben durch zarte bedeutend geschlangelte undanfänglich gleichfalls in Kugelgestalt hervor- gebogene schwarze Lamen in einzelne Di-kommen, und erst späterhin sich mehr ver- stricte wie auf einer Landcharte abgetheiltflächen, auch einen deutlicher hervorgehobe- wird. Die Thallusfarbe ist ein blassesOcfcei-nen Rand bekommen. gelb, welches fast ins Weifse übergeht. Ob-Abbildung. Fig. 4,« ein Stück der schon der häutige, fast cartilaginöse ThallusRinde von Croton CascariUa, worauf sich eigentlich ziemlich glatt, ja fast glänzend er-Verrucaria epidermidis v ar. alhissima Ach. scheint, so wird er doch durch die einzelangesiedelt hat. Von der einen Seite wirdsie durch eine bräunliche schmale fast ge-schlängelte Linie begrenzt ihr Thallus aber öiw«" »~ b ~ -----

selten durch feine Quer- und Längsrisse der verglichen werden. Auch wurde seine Rau-

Oberhaut mehrfach zertheilt b ein Stück higkeit wenigstens an den uns vorliegenden

der vorigen in mehrfacher Vergrößerung mit Exemplaren noch dadurch vermehrt, dafs

einzelnen Apothekien, welche indefs häufle theils hier und da, an besonders krustigen

ne » kßrnerartig« «Wundliegenden Apo-thekien völlig rauh, und kann an manchenStellen sogar mit der Haut eines Haifisches

noch mehr vereinzelt stehen, c ein stärkervergrößerter Verticaldurchschnitt eines ein-zelnen ApoLhekiums mit seinem weifslichen,fast elliptischen Kerne, welchen die Kern

Stellen, der Thallus in kleinere Felder zer-klüftete, theils aber auch die darunter be-findliche Rindenoberhaut sich in meist läng-lichen Höckern erhob und den Thallus durch-

hülle (perithecium) nicht völlig umschließt, brach. Da, wo gleich die Apothekien im