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1 (1829) Enthaltend die Rinden und ihre Parasiten aus der Ordnung der Flechten : in sechs Heften
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KRYPTOGAMISCHE PARASITEN.

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lieh weggenommen, so dafs ihre Lage auf In dieser Form zeigt sie auf den ersten

der Rindenoberhaut der cort. Chinae flav. Anblick viel Aehnlichkeit mit Gassicurtia

sichtbar wird, b stellt ein Stück dieses Pil- coccinea Fee l. c. Tab. XXIV, F. 5-, allein

zes, aber vergröfsert, dar, um diefeine Be- Fee bildet hier die Apothekien ganz kugel-

haarung wahrnehmen zu lassen.

VI. Lecldca Ach. (Teller-flechte.) Vergl. S. 137.

5. Lecidea sanguineo - macularis Zenk.(Blutfleckige Tellerflechte.)

Diagn. Thallus weifslich , schorfartig-kru-stig, unzusammenhängend, dünn, unre-gelmäfsig ausgebreitet, schwarz umsäumt.Apothekien unregelmäfsig, mehr oder min-der scheibenförmig, sehr niedergedrückt,fast flach, ziemlich dicht bei einander, oftzusammenfliefsend, ohne besondern eig-nen Rand, jung dunkelroth, späterhin fastschwarz, innen gleichfarbig.

(Wohnort.} Auf China flava dura, sehr selten,

förmig ab , welche späterhin erst platzen undim Inneren ein schönes Carminroth aufwei-sen , was sich bei unserer Flechte durchausin keiner solchen Intensität wahrnehmenläfst, eben so scheint auch der Thallus zufehlen. Eher möchten wir daher Gassicurtiacoccinea Fee zu den Pilzen rechnen; oderwäre sie den Flechten wirklich beizuzählen,so scheint die Ansicht, dafs sie blofs unsereFlechte im jugendlichen Alter darstelle, vielfür sich zu haben. Auf jeden Fall besitztdiese Art viel Problematisches, was auchSprenge l'n bewogen zu haben scheint, siein seiner Ausgabe des Linneischen Pflanzen-systems nicht mit aufzunehmen.

Blofs ein Anfänger in der Lichenologiekann aber unsere Lecidea mit Lecidea sangui-

Bemerkungen. Es ändert diese Flechte neo - atra Ä c h. verwechseln , da letztere sichnach dem Alter sehr ab, so dafs man glauben vornehmlich durch ihre flachen dunkelbrau-könnte, wenn man ihre verschiedenen durch neu, späterhin freilich fast blutrothen, aber

Alter bedingten Zustände betrachtet, manhabe ganz andere Arten vor sich. So ist inder Jugend der Thallus zusammenhängender,krustig, aschfarben, im höheren Alter zer-reifst er mehr, zertheilt sich in einzelne klei-

gerandeten, Apothekien unterscheidet, sowieauch der Wohnort derselben (meist auf de-struirten Moosen) leicht die Verschiedenheiterltennen läfst.

Uebrigens nähert sich der Umrifs, wei-

ne schorfartige Stücke (wahrscheinlich gröfs- chen der Thallus xon Lecidea sanguineo-ma-

tentheils wegen der darunter befindlichen cularis bei seiner eben nicht grofsen Ausbrei-

«ehr zerrissenen Rinden-Oberhaut), und tung beschreibt, sehr dem kreisrunden, doch

wird heller, fast weifslich. Die Apothekien werden durch Aneinanderstofsen mehrer

nehmen gleichfalls Antheil an solcher Verän- Bezirke nicht selten andere unregelmäfsige

derung, indem sie anfänglich mehr dunkel- Figuren hervorgebracht, und der schwarze

roth, späterhin fast tief schwarz und zusam-mengeflossen, ja oft höckerig erscheinen;aber auch die Gestalt war früherhin fast ku-gelig , und hierauf erst wird sie platter unddie Oberfläche beinahe rauh.

Rand, welchen die Grenze bezeichnet, istnicht ganz schmal zu nennen.

Abbildung. Fig. 3, a ein Stück gel-ber Chinarinde, worauf Lecidea sanguineo -macularis in zwei Partieen ausgebreitet vor-

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