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KRYPTOGAMISCHE PARASITEN. 157
sehr zufälliges, man möchte sagen temporä- zelne Ideine 1?reis- oder kugelförmige Sore-
res Merkmal andeutet, und eigentlich blofs dien nicht selten.
die Flechte in ihrem decrepiden Zustande be- We"-en der oben weifslichen, unten schwar-
zeichnet. Ferner darf der Thallusrand auch zen Färbung verdient unstreitig der Beiname
nicht als mtegerrbnus angegeben werden, wie in elanoleuca jedem anderen, namentlich dem
Acharius und seine Nachfolger, Fee und pcrforata, vorgezogen zu werden.Sprengel thun, sondern höchstens kann er .-..-- . , _
blofs als integer gelten, da wir ihn bisweilengekerbt beobachteten.
Die unfruchtbaren jüngeren Exemplaresind, wie gewöhnlich, dem Substrate, alsohier der Rinde, mehr angedrückt (was übri-gens auch von den fruchtbaren gilt), als dieälteren, welche sich allmählig lostrennen,und freier sich entfalten, wo sie dann dasAnsehen einer losgetrennten Haut haben.Bei letzteren findet sich auch die obersteThallusschicht hier und da gänzlich abge-schelfert, wodurch die darunter liegende fastmehlartige weifse Schicht b
Abbildung. Fig. 1 und 2 liefern dieDarstellung von unfruchtbaren und frucht-baren Exemplaren der Parmclia inelanoleuca.Fig. 1 ein Stück Loxachina mit genannterFlechte in ihren mehrfachen Abänderungen.a ein sehr altes zerschlitztes unfruchtbares,fast frei losgetrenntes gekräuseltes Exemplar,woselbst bei a die wurzelähnlichen Faserndem Thallus das Ansehen eines gewimpertengeben. Ueberall bemerkt man schwarze Pun-cte und Flecke, hier und da auch das Keim-pulver, h ein jüngeres, mehr angedrücktes,lappiges Exemplar. c ein flach anliegendesfruchtbares Exemplar mit vielen Apothekien.
mehlartige weifse Schicht bemerkbar wird. ^. ^ die b raunge lbe fruchtbare AbänderungJedoch kommen dann gewöhnlich fast über- Parrnelia inelanoleuca, welche gewöhn-all etwas erhabene kleine Püactchen, ja bis- -■ - - - • •« " «— ..... »-- ---- c -
weilen ordentlich rundliche, tiefschwarzeHöckerchen, als unvollkommene Apothekienhervor, die beiVergröfserung aus anderen klei-nen Kugelchen zusammengeballt erscheinen,ja nicht selten oben auf der Spitze eine Ver-tiefung zeigen. Bilden sich diese Prolube-ranzen nicht gehörig aus, so entstehen blofsunregelmäfsig ausgebreitete schwarze Flecke.Der Rand des Thallus pflegt sehr zerschlitzt,ja bisweilen fast wie bei Parrnelia physode*,aufgeblasen zu seyn> auch wird _ und diefsist insonderheit bei der braunen fruchtbarenAbänderung der Fall — der Rand an einzel-nen Stellen, ja oft stetig überall durch dasefflorescirte Keimpulver wie bestäubt, wo-durch das Ganze gleichsam das Ansehen einerVerbrämung bekommt, auch sind dann ein-
lieh bei den Schriftstellern Parrnelia pcrfo-rata (JLiclien perforatus) heifst. Bei a ist derRand mit Keimpulver deutlich verbrämt; beib sind die Apothekien mehr vertieft, trich-terförmig mit fast gekerbtem Rande. LetztesExemplar wurde von S wartz in Westindiengesammelt, und scheint einen niedrigenStandort, mehr an der Erde an Bäumen,wo viel Moos sich fand, gehabt zu haben,da es mit Moos durchwachsen ist.
2. Parrnelia appressa Zenk: (Ange-drückte Schildflechte.)w Thallus fast anliegend, sehr flachausgebreitet, breit lappig, gekerbt, obenetwas runzlich (selten glatt), fein punetirt,weifslichgelb ins Meergrüne spielend, un-ten braun, besonders gegen die Mitte hin
Diagn.