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1 (1829) Enthaltend die Rinden und ihre Parasiten aus der Ordnung der Flechten : in sechs Heften
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KRYPTOGAMISCHE PARASITEN.

Sehen wir nach den zunächst verwandten Auch GrapJds distans Fee (1. c. p. 44.)»

Formen, so ist ihre Aehnlichkeit mit Gra- die wir nicht aus eigener Anschauung ken-

phis rubella Fee (1. c. Tab. XI, Fig. 5) auf- nen, und von der Fee a. a. O. blofs die

fallend, und wir glaubten anfänglich, unsere Diagnose mittheilt, ohne eine Abbildung

Art blofs für eine Abänderung derselben hal- beizufügen, scheint unserer Flechte nahe zu

ten zu müssen ; bei genauerer Vergleichung kommen. S p r e n g e 1 (Linn. syst, veget. IV,

aber ergaben sich beträchtliche Unterschiede, 1 , p. 254) vereinigt sie mit GrapJds rubella.

die wir hier numerisch aufführen wollen. Dennoch, ob sie gleich auf jungen China-

1) Der Thallus ist bei Graphis fulminatrix rinden vorkommen soll, so pafst doch einunbegrenzt, bei G. rubella aber nigro- thallus subdeterminatus , sowie die Apothecialimitatus. rccta — ramoso -furcata, obtusa subparal-

2) Die Farbe desselben ist bei G. fuhnina- lela dilatataque u. s. w. nicht auf Graphistrix hellaschgrau , bei G. rubella hinge- fulminatrix.

gen glauco- olivaceus. Letzteren Namen haben wir dieser Art

3) Mehr staubartig, krustig ist er bei G. aber theils wegen des tiefen feurigen Rothsfulminatrix, hingegen bei G. rubella ihrer Apothekien, theils wegen der zickzack-wird er von Fe'e als membranaceus be- föi-migen Figur derselben gegeben.zeichnet. Abbildung. Fig. 7, « Graphis fulmi-

4) Zwar können die Apothekien von G. na trix in natürlicher Gröfse. b stark ver-fulminatrix auch angusta, simplicia ra- g r öfsert, durch ein Versehen ist der Discusmosacpie, deformia genannt werden, al- der Apothekien nicht überall gleich genaulein einergentia sind sie doch nicht; we- ausgedrückt. c, d sehr stark vergröfsertenigstens können wir diefs als kein be- Querdurchschnitte zweier Apothekien mitsonders bezeichnendes Merkmal ansehen, darunter befindlichem weifsen Thallus undUeberdiefs ist die Färbung der Apothe- der bräunlichen Rindenschicht. Die Apo-kien bei G. fulminatrix eher blutroth, thelden sind etwas an den Seiten aufwärtsbei G. rubella hingegen fast rostfarben, gekrümmt, wodurch der eigene Rand dersel-Ferner werden gewöhnlich bei letzteren Den hervorgebracht wird.

gröfsere und kleinere Apothekien mehr

auf einen Punct zusammengestellt beob- 4. Graphis aurantiaca Zenk. (Orangen-achtet, als bei G. fulminatrix, wo sie fafbige Schrift flechte.)vereinzelt und gleichmäfsiger vertheilt Diagn. Thallus häutig, ziemlich glatt, et-sind, wie diefs theils aus der Abbildung, was uneben, gelblich aschgrau, unregel-

die Fee davon gab, theils aus einervon uns nächstens zu liefernden Dar-stellung erhellen wird.5) Endlich ist auch das Substrat nicht zuübersehen, in sofern sich unsere Flechteauf Chinarinde findet, Graphis rubelladagegen auf Angustura.

mäfsig ausgebreitet, schwarzbegrenzt. Apo-thekien (Rillen) ganz einfach, einzeln,klein, mehr oder minder länglich, her-vorstehend, mit spaltförmiger intensivorangenfarbener Keimplatte (discus), vomThallus schwach gerändert.

(Wohnort.) Auf der Huamalies China. Selten.