140
KRYPTOGAMISCHE PARASITEN.
■
platte gänzlich verschieden. Von der innernSvibstanz der L. byssiseda erwähnt übrigensFe'e nichts.
Abbildung. Fig. 1, a zeigt die Leca-nora jarinoso-mar ginata neben Lecidea ru-fo-coccinea, ohne Vergröfserung. e ein ver-gröfsertes Stück und bei f ein noch mehrvergröfserter Querdurchschnitt des Apothe-kiums, woselbst oben die schwarzbrauneKeimplalte, darunter die bräunlichgelbe car-tilaginöse Keimschicht, und zuletzt der imInnern ziemlich weifse Thallus, welcherüberall als Rand die Apothekien umgiebt.5. Lecanora russula Fee. (Röthlich-gelbe Schüssel flechte.)
TDiagn. ThallusItrustig, dünn, oft hörnig, grau-
lichweifs, unbegrenzt ausgebreitet. Apo-
thehien einzeln, selten zusammenfliefsend,
ziemlich kreisrund, flach, selten concav,
vom Thallus weifsrandig, Keimplatte röth-
lich oder gelb, innere Keimschicht dünn,
gleichfarbig.(Wohnort.) Auf der zusammengerollten gewöhnlichen Lo-xachinarinde ziemlich häufig.
Bemerkungen. Nach Fe'e (1. c. p.llß)soll es Lecidea russula AcJi. seyn, indefsscheint die Achar ius'sche Diagnose (Acha-rhts synops. liehen, p. 40) nicht ganz auf un-sere Exemplare zu passen. Denn :
1) finden wir keine crusta pallido -subvi-
rescens nigro - lunitata,2\ ist die Farbe der Apothekienscheibenicht fusco - rubcllus,
3) der Rand der Schüsselchen wird nichtimmer ganz, ohne alle Einkerbun-gen, getroffen, was sogar aus einigenApothekien auf der vergröfserten Fee'-sehen Abbildung Tab. XXVIII, Fig. 8, «ersichtlich ist.
4) haben wir Exemplare mit dem Acha-
rius'schen Namen vor uns, welche vonSwarz in Westindien gesammelt wor-den , die auf eine ganz andere Flech-te, als die unserige ist, hindeuten.5) endlich ist es eine wahre Lecanora,wie Fee bereits richtig bemerkt, und kei-ne Lecidea, obschon bei einigen, beson-ders älteren Exemplaren der vom Thal-lus gebildete Rand ziemlich geschwun-den war. Letzteres könnte übrigens fürdie Richtigheit der Verschmelzung derbeiden Gattungen Lecanora und Lecideasprechen, dennoch ist nach unserer An-sicht die Trennung beider, besondersfür den Anfänger erspriefslicher, in so-fern sie die Uebersicht erleichtert, zu-mal da die vielen Arten, die man unterdieses gemeinsame genus setzen müsste,die Bestimmung erschweren würden.Abbildung. Fig. 4, a ein Stück Chinamit Lecanora russula, worauf sich verschie-den entwichelte Apothekien befinden, indembei einigen die Scheibe sogar den Rand gänz-lich verdrängte, b eine vergröfserte Darstel-lung der Schüsselchen, bei denen der Randfast zu sehr geherbt ist, indem er sich beiden meisten andern fast herblos zeiet. c einnoch stärher vergröfserter Verticaldurch-schnitt eines Apothekiums, oben die gelbli-che Keimschicht, welche da, wo sie demThallus aufsitzt, eine dunklere Färbung hat.Der Thallus bildet das ziemlich dünne Schüs-selrändchen, welches selten obliterirt.
III. Verrucaria Ach. (Warzen-flechte.) Siehe S. 152.Q. Verrucaria parasema Zenk. (Um-grenzte Warzenflechte.)Diagn. Thallus dünn, häutig, glatt olivengrün,schwarz begrenzt. Apothekien einzeln,