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1 (1829) Enthaltend die Rinden und ihre Parasiten aus der Ordnung der Flechten : in sechs Heften
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122 UEBERSICHT DER EINZELNEN FLECHTENGATTUNGEN etc.

ihrem Mutterkörper oder Substrate zu liegen, Lichenen begleiten soll. Es wurden dem-insofern hierdurch die Assimilation ihrer nach die sämmtlichen Flechten in Zünfte,Stoffe von der Flechte leichter bewerkstelligt Familien, Gattungen und Arten eingeordnet,wird. Sie wohnen aber, mit Ausschlufs des denen stets, der gröfseren, und bei derWassers, theils auf der Erde, theils auf Stei- jetzigen Namenfülle besonders nothwendi-nen, theils auf anderen Pflanzen, selbst er- gen, Genauigkeit halber, der Name desjenigenstorbenen, nicht aber auf faulenden, die sie Forschers beigesetzt ist, von dem die Be-gänzlich verschmähen. Auch erscheinen Zeichnung herrührte. Als leitendes Prinzipeinige blofs parasitisch auf fremden Vegetabi- bei Eintheilung in Zünfte haben wir vor-lien, während andere nie als solche sich dar- nehmlich die Beschaffenheit des Thallus be-stellen, sondern schon mehr den Charakter nutzt, indefs die Apothekien mehr Kriteriensichtbarblühender Gewächse annehmen. Wo für Unterscheidung der einzelnen Familiensie aber nur immer vorkommen mögen, da und Gattungen gewährten. Es haben sichfinden sie sich gemeiniglich colonieenweise nämlich, wie aus dem Vorhergehenden er-beisammen und sind, in so fern sie theils sichtlich ward, keinesweges die Apothekienmineralische Stoffe verändern, theils die zu einer solchen individuellen OrganisationVerwitterung der Felsen begünstigen, theils erhoben, wie die Blüthen vollkommenerden vom Winde emporgeführten Staub in Vegetabilien, wefshalb auch Achariusihre gekräuselten Blätter aufnehmen, ja end- nicht mit Unrecht den Th all u s receptaculumlieh selbst sich wieder in Staub auflösen, universale, das Ap oth ekium aber reeepta-gleichsam die Herolde, welche vorausgingen, culum partieüc nannte, daher wir uns voll-um die Stätte edleren Pflanzen zuzubereiten, kommen berechtigt glaubten, vorzugsweisedaher für die gesammte Oeeonomie der Natur bei einer natürlichen Reihenfolge auf erste-nicht ohne grofse Bedeutung. ren Rücksicht zu nehmen. Wählt man da-gegen blofs die Beschaffenheit der ApothekienQ. Uebersicht der einzelnen Flecli- «lÄEhrtheflungsgrunde, somufs man noth-tengattungeil nach Zünften und wendig ganz fremdartige Gattungen bei ein-Familipn ander bringen, welches wir, so viel es sieh

thun liefse, zu vermeiden wünschten. SogarDamit sowohl dem Auge mit einem Blick die Befestigung des Thallus auf seinem Sub-eine naturgemäfsere Aufeinanderfolge der strate durfte dabei nicht übersehen werden,einzelnen Flechtenfamilien bemerkbar, als insofern es allerdings von Wichtigkeit ist,auch die häufige Wiederholung der einzel- zu wissen , ob sich der Thallus von seinernen Zünfte und Familien bei Erörterung Unterlage frei losgetrennt hat, oder nicht,der besonderen Gattungen vermieden werde, indem jene Fähigkeit sich aufzurichten, einhaben wir es für zweckmäfsig erachtet, hier äufseres Zeichen der inneren Vollkommen-eine gedrängte Uebersicht derselben zu ge- heit wird und schon so eine höhere Naturben, ohne weitere Charakteristik der genera, beurkundet. Dafs wir ferner uns nur derwelche erst die ausführlichere Darstellung lateinischen Gattungsnamen bedienten, wirdder einzelnen auf unserer Tafel abgebildeten unsere Leser um so weniger befremden als