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1 (1829) Enthaltend die Rinden und ihre Parasiten aus der Ordnung der Flechten : in sechs Heften
Entstehung
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LEBEN DER FLECHTEN.

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der Marksubstanz, welche ihre Vollendung unter dem Namen der Metamorphose

und Reife aber nur gegen die Oberfläche hin zusammenfassen können. Erstere ist eigent-

oder auf der Oberfläche des Thallus selbst lieh von den Lebensbestrebungen abhängig,

gewinnen. Bei ihnen widerholen sich dann sich immer selbstständiger auszubilden und

weiter ähnliche Erscheinungen, wie sie be-reits die Thallusarten boten. Dringen diemit höherer Entwicklungsfähigkeit begab-ten Zellen hervor, so entstehen jene Keim-häufchen; bilden sich einzelne Zellen mehr

neue Producte zu erzeugen, wobei freilich^oftdie innere Structur selbst mannichfachenVeränderungen unterworfen ist, wefshalb dieExpansionsrichtung hier vorwaltet. Letz-^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^ tere aber ist namentlich mit Bereitung vonaus, so erhalten wir die Sporenschicht, wel- Oxyden verbunden, indem sowohl Sauer-che die Keimplatte zu bedechen pflegt; zer- Stoff aus der Atmosphäre, als auch aus demfallen auch diese sammt der Keimplatte, so Substrat absorbirt wird, so wie mit mehrwird der Fruchtstaub hervorgedrängt, wie oder minder starker Abscheidung des Koh-wir ihn bei Calycium gewahren; umgeben lenstoffs, welcher die mannichfachenFarben-diese Keimzellen noch einzelne Schläuche, so Veränderungen bedingt, ohne dafs hierdurchentsteht das Nüfschen u. s. w. Sie bedingen oft selbst das Leben beeinträchtigt wird,vorzüglich die Fortpflanzung der Lichenen Die Metamorphose des Thallus kann fer-

durch Samen, während jene aus den durch ner entweder vorwärts-oder rückwärts-die Rinde brechenden Zellen der Medullär- schreitend seyn. Bei der ersteren suchtSchicht eher der durch Knospen vergleich- sich der pulverige Thallus zu einem krusten-bar ist. Bei ersteren sieht man einfache artigen zu gestalten, der krustenartige zuVerlängerung zu Fäden , welche nicht selten einem laubartigen, der laubartige zu einemanastomosiren oder Knötchen bilden, woraus Strauch- oder fadenartigen, indem selbstdie junge Lichene hervorsprofst, während einzelne Zellen zu Auswüchsen, Lappen undbei den knospenartigen die Zellen zusam- fadenförmigen Verlängerungen werden. Bei

menfliefsen und dann von neuem Verlänge-rungen hervortreiben. Der aus beiden ent-standene Sprofs ist nicht immer dem müt-terlichen Körper gleich, denn nur die eigent-lichen Sporen pflanzen die Art fort, währenddie lmospenartigen Gebilde den besonderenZustand in derEntwichelungs-Metamorphosedes Individuums. Sonach können aus einemund demselben Flechtenhörper mancherlei

der rückwärtsschreitenden aber tritt ein Zer-fallen, ein Zerstäuben, eine Decompositionder frühern Form ein, indem hierbei sichdie ganze Färbung beträchtlich ändert. Ge-meiniglich sucht die Medullarschicht freierhervorzutreten, was bald unter der Formvon Staub, bald unter der von fruchtähnlichenGebilden geschieht. Letztere rückwärts-schreitende Metamorphose ist blofs den

oft ganz von einander verschiedene Producte Früchten eigen und beruht vorzugsweise in

hervorgehen. einem staubartigen Zerfallen sowohl der Kei-

Von jenen normalen Formen, unter de- me und ihrer Hüllen, als auch in einer über-

nen der Flechtenkörper zu erscheinen pflegt, mäfsigen Wucherung eines dieser Theile,

finden sich nun mancherlei Abweichungen welcher sich dann auf Kosten der andern ent-

m Hinsicht auf Gestalt und Farbe, die wir wickelt.

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