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1 (1829) Enthaltend die Rinden und ihre Parasiten aus der Ordnung der Flechten : in sechs Heften
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BESTANDTEILE DER FLECHTEN.

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denen ganze Flechten ohne weitereAusarbeitung bestehen.

b) in secundäre, welche aus der primä-ren hergeleitet werden kann und sichdurch vorwaltende Dehnung nacheiner Richtung, (Längsdehnung, Fa-serbildung), auszeichnet, und so dasunvollkommene hlzartige Zellgewebeder Flechten bildet, ohne innigereVerbinduno; der einzelnen Zellen un-ter einander.

Diese beiden Arten bringen nun durchihre Zusammensetzung (Structur) folgende4 Flechtenlager (Thallusarten) hervor, welchedem Stamme höherer Gewächse vergleichbarsind.

1. das pulverige, aus lauter staubartigenElementartheilen bestehend, zwischendenen sich einzelne Fäden hindurch-ziehen.

2. das Krustige, wo der Staub schonmehr zusammengebacken ist und eineScheidung einzelner Lagen, wie nament-lich der weifsen Medullarsubstanz undder gefärbten Piinde eintritt. Bei diesem,so wie dem vorhergehenden, herrscht dieprimäre Form der Elementartheile, alsodie rundliche, körnige, vor.

3. das laub artige, bei welchem derpflanzliche Staub eine gleichmäfsigere,mehr hautartige Consistenz gewannund so Aehnlichkeit mit häutigen Blät-tern höherer Pflanzen aufweist oderauch als Stengel und Faden erscheint.Hier ist bereits die secundäre Form derElementartheile, die Faserbildung, wel-che das unvollkommene filzartige Ge-webe bildet, vorwaltend.

4. das gallertartige, woselbst sich end-

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lieh, wie bei den Gallertflechten, dieganze Masse zu einem homogenen gelee-artigen Ganzen gestaltet, welches durch-scheinend und grünlich ist.

Während bei dem pulverigen und gallert-artigen Thallus kein weiterer Unterschiedeinzelner Lacen angenommen werden kann,

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unterscheidet man deutlich bei den meistenKrusten - und laubartigen Flechten, wie wirschon angaben, vorzüglich 2 Schichten, l)eineMark- (Medullär-) Substanz, die beiden krustigen und laubartigen Flechten zu-nächst sich an der Unterseite (Schattenseite)befindet, wo sie zugleich fast krumig, pul-verartig, erst aber bei den vollkommnerenschon unten eine mehr faserige wergartigeStructur erhält, wenn sie auch oberwärtsnoch jener der Krustenflechten entspricht,und 2) eine gleichartige, dichte, trocken knor-pelige, nafs geleeartige Rindensubstanzan der Ober- oder Lichtseite. Als besondereModifikation der laubartigen Flechten sindin dieser Hinsicht die baumartigen dadurchvon den flach, blattartig, ausgebreiteten Liche-nen unterschieden, dafs bei ersteren dieRinde blofs auf der einen Seite sich befin-det, während sie bei der letzteren den gan-zen Stamm, also die dichtere Medullarsub-stanz umgiebt.

Ganz besonders deutlich kann man zwi-schen der Rinde und der Medullarsubstanzbei den Krusten - und Laubflechten eine sehrdünne grüne Schicht unterscheiden, in dersich gleichsam der Herd aller Lebensthätig-keit findet. Denn sowohl die Keimhäuf-chen (soredid) effloresciren aus ihr, als auchgröfstentheils die Apothelüen, ja es scheint,als gelange sie gerade bei diesen Scheinfrüch-ten zur höchsten Entwickelung, ohne stets

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