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KRYPTOGAMISCHE PARASITEN.
mit Ausnahme eines einzigen Pilzes, Flechten denen er beim ersten Anblich die Ueber-enthält, wie man sie auf Chinarinden findet, zeugung gewinnt, dafs sie nicht zunächstUnstreitig sind auch Flechten in Mehrzahl als integrirende Theile jenen Rinden ange-auf jenen Körpern vorhanden, daher wir bei hören, obschon er wohl anfänglich, warihrer Betrachtung vorzüglich verweilen wol- er nicht früh er hin mit ihrer Gestaltung ver-len. Da wir aber auch Leser voraussetzen, traut, sich nicht recht deutlich bewufst wer-denen die Gelegenheit abging, sich mit die- den mag, wie er sie deuten müsse. Oft er-sen so interessanten vegetabilischen Organis- halten sie blofs das Ansehen eines zufälligmen näher zu befreunden, so werden wir verstreuten Staubes, oft eines unregelmäfsignur mit Wenigem das Hauptsächlichste, so zerrissenen Blattes oder wohl auch einesweit es zum Verständnifs der folgenden Be- Meinen pflanzlichen Stämmchens. Das anSchreibung hinreicht, aus ihrer Geschichte ihre Erscheinung gewöhnte Auge erkenntund Bildung erwähnen, ohne uns auf weit- indefs bald ihre vegetabilische Natur, be-läufüge gelehrte Discussionen einzulassen, trachtet sie als selbstständige Gewächse,die überdiefs hier kaum an ihrer Stelle wä- -welche, insofern sie auf anderen Pflanzen-ren , hierauf den Entwurf einer natürlichen körpern vorkommen , mit Recht als P a r a-Eintheilung nach unsern Ansichten geben, siten angesehen werden müssen. Alleinund zuletzt die genaueren Diagnosen und Be- selbst da kann der Schein trügen, und esSchreibungen der einzelnen hier abgebildeten macht sich genauere Forschung nöthig.Arten folgen lassen. Auch da werden wir, Dafs es sogenannte Kryptogamen oder blü-soviel es nur geht, unnöthigen gelehrten thenlose Gewachse sind, wird bald gefun-Ballast von Synonymen, Citaten u. s. w. den, allein nicht so schnell, ob ihnen dievermeiden, um desto mehr Raum für die Merkmale eigentlicher oder blofs schein-Beschreibung der Gegenstände selbst zu ge- barer Parasiten zukommen. Hier treffenwinnen. Indefs beschränken wir uns kei- wir mithin auf einen doppelten Unterschied;neswegs ausschliefslich auf die Darstellung indem einige Kryptogamen als wirkliche,von Flechten, sondern wir dehnen, wie es sich vom Lebenssafte anderer Gewächse näh-auch die Ueberschrift dieser Section, der rende betrachtet werden müssen, andere alsähnliche in den kommenden Heften dieses scheinbare Schmarotzer, da sie blofs ihrenWerkes folgen sollen, besagt, unsere Unter- Wohnort auf anderen Vegetabilien aufschlu-suchung noch auf die übrigen kryptogami- gen , ohne im Grunde von ihnen Nahrung zusehen Parasiten der hier in Frage stehenden erhalten. Zu der ersteren Art gehören fastRinden aus, so weit es nur unser Apparat, nur die Pilze (da die sogenannten Phanero-welcher freilich nicht selten in blofsen Frag- gamen jetzt aufser den Grenzen unserer Be-menten besteht, gestattet. trachtung liegen), welche eigentlich die Blü-
the, oder höchste Ausbildung, der decom-
1. KryptOgamische Parasiten. ponirten (verfaulten) organischen Stoffe dar-
Leicht wird ein aufmerksamer Beschauer stellen, indem sie sich auf Kosten des müt-
officineller Rinden eine Menge sonderbarer terlichen Körpers entwickeln und so dessen
Gebilde auf ihrer Oberhaut gewahr, von Untergang mit befördern helfen, daher als