Druckschrift 
9/10 (1845)
Entstehung
Seite
150
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ILO

Ihr werdet mich begreife», Madame."

Karl suchte unter seinem Kopfpfühl und zog einenkleinen silbernen Schlüffe! hervor.

Nehmt diesen Schlüssel, Madame, und öffnet mei-nen Neisckoffer; er enthält gewisse Papiere, welche fürmich sprechen werden."

Und Karl streckte seine Hand nach einem prachtvollgearbeiteten Koffer aus, welcher mit einem silbernen ISchlosse versehen war und an dem am meisten in die ^Augen fallenden Platze des Zimmers stand.

Beherrscht durch die erhabene Stellung, welche Karlüber ihr einnahm, gehorchte Catbarina, ging mit lang- !

samen Schritten auf den Koffer zu, öffnete ihn, blickte t

in das Innere und wich plötzlich zurück, als hätte sie in 1

den Seiten des Geräthes irgend eine entschlummerte s

Schlange gesehen. js

Nun," sprach Karl, der seine Mutter nicht ans !?

den Augen verlor,was ist denn ln diesem Koffer, das I

Euch erschreckt?" !

Nichts," erwiederte Calharina. I

Dann streckt Eure Hane hinein, Madame, und j

nehmt ein Buch heraus. Es muß ein Buch darin seyn, s

nicht wahr?" sprach Karl mit einem bleichen Lächeln, :

das bei ihm furchtbarer war, als je bei einem Andern s

die schwerste Drohung.

Ja," stammelte Catharina.

Ein Jagdbuch?"

Ja."

Nehmt es und bringt es mir."

Eatharina erbleichte trotz ihrer Standhaftigkeit undzitterte an allen Glieder». Sie streckte ihre Hand lndas Innere des Kosters und murmelte, indem sie dasBuch nahm:

Unseliges Geschick!"

Gut!" sagte Karl.Hört mich nun: dieses Jagd-buch, ... ich war wahnsinnig, ... ich liebte die Jagd über