Druckschrift 
9/10 (1845)
Entstehung
Seite
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Man schrie auch von allen Seiten:Seht! sehtden Rothen! dieser hat gesprochen! dieser hat Allesgesagt! er ist ein Feiger und Ursache an dein Tode desAndern. Der Andere ist im Gegentheil ein Braver undhat nichts zugestanden."

Die zwei jungen Leute hörten wohl, der eine dieLobeserhebungen, der andere die Beleidigungen, womitman ihre» Zug zum Tode begleitete! Und während LaMole seinem Freunde die Hände drückte, gab sich eineerhabene Verachtung auf dem Gesichte des Piemontesenkund, der von seinem abscheulichen Karren herab diealberne Menge betrachtete, wie er sie von einem Triumph-wagen aus betrachtet haben würde.

Das Unglück hatte sein himmlisches Werk vollbracht,eS hatte das Gesicht von CoconnaS geadelt, wie derTod seine Seele vergöttlichen sollte.

Sind wir bald angelangt?" fragte La Mole.Ichkann nicht mehr, Freund, ich glaube, ich werde inOhnmacht fallen."

Warte, warte, La Mole, wir kommen vor derRue Tison und vor der Nue Cloche-Percee vorüber.Schau' ein wenig."

Oh! bebe mich auf, daß ich noch einmal diesesglückselige Haus sehe."

CoconnaS - streckte die Hand aus und berührte dieSchulter des Henkers. Er saß vorne auf dem Karrenund führte das Pferd.

Meister," sagte er zu ihm, , thu' »ns den Gefallenund halte einen Augenblick vor der Nue Tison an."

Caboche machte mit dem Kopfe eine bewilligendeGeberde und hielt vor der Nue Tison au.

La Mole erhob sich, unterstützt von CoconnaS, mitgroßer Anstrengung und schaute, das Auge von einerThräne verschleiert, nach dem kleinen, schweigsamen, stum-men, wie ein Grab verschlossenen Hause; ein Seufzerschwellte seine Brust und er murmelte mit leiserStimme: