Druckschrift 
9/10 (1845)
Entstehung
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Euern Tod wollte.; ich errieth, daß man Euch der pein-lichen Frage überantworten würde, und nahm hienachmeine Vorsichtsmaßregeln."

Auf Gefahr, was daraus entstehen dürste?"

Mein Herr," sagte Caboche,Ihr seyd der ein-zige Edelmann, der mir die Hand gegeben hat, undman hat Gedächtniß und Herz, obgleich man Henker ist,und gerade vielleicht weil man Henker ist. Ihr werdetmorgen sehen, wie ich mein Geschäft gut verrichte."

Morgen?" sagte Coconnas.

Allerdings, morgen."

Was für ein Geschäft?"

Caboche schaute Coconnas verwundert an.

Wie, was für ein Geschäft? Habt Ihr denn denUrtheilsspruch vergessen?"

Ah, ja, der Spruch, ich hatte ihn vergessen."

Coconnas hatte ihn nicht vergessen, aber er dachtenicht mehr daran.

Er dachte an die Kapelle, an das unter dem heili-gen Tuche verborgene Messer, an Henriette und an dieKönigin, an die Thüre der Sacriftei und an die amSaume des Waldes wartenden Pferde; hieran dachteer,... . an die Freiheit, an den Ritt in frischer Luft,an die Sicherheit jenseits der Gränze von Frankreich.

«Nun handelt es sich darum, Euch geschickt von derFolterbank auf die Tragbahre zu bringen," sagte Ca-boche.Vergeht nicht, daß Ihr für Jedermann, sogarfür meine Knechte, gebrochene Beine habt, und daß Ihrbei jeder Bewegung einen Schrei ausstoßen müßt."

,,Aje!" rief Coconnas, als er die zwei Knechtemit der Tragbahre auf sich zukommcn sah.

Auf, auf, ein wenig Muth!" sprach Caboche,wenn Ihr jetzt schon schreit, was werdet Ihr hernacherst thun?"

Mein lieber Caboche," erwiederte Coconnas,ichbitte Euch, laßt mich nicht durch Eure schätzenswerthen