„Wo seyd Ihr geboren?"
„In Saint-Colomban, in der Nähe von Susa."
„Wie alt seyv Ihr?"
„Sieben und zwanzig Jahre und drei Monate."
„Gut," sagte der Präsident. -
„Es scheint', das macht ihm Vergnügen," murmelteCoconnas.
„Nun sprecht," fuhr der Präsident nach einem Augen-blick des Stillschweigens fort, der dem Schreiber Zeitließ, die Antworten des Angeklagten aufzuzeichncn, „waswar Euer Zweck, als Ihr das Haus des Herrn vonAlengon verließet?"
„Mich mit meinem Freunde, Herrn de la Mole, denIhr hier seht, zu verbinden, und der, als ich cs ver-ließ, dasselbe bereits seit einigen Tagen verlassen hatte."
„Was thatet Ihr auf der Jagd , bei der Ihr ver-haftet worden seyd?"
„Ich jagte," antwortete Coconnas.
"Der König war auch bei dieser Jagd und suhltedie ersten Anfälle von dem Hebel, an welchem er bisdiesen Augenblick leidet."
„Was das betrifft, so war ich nicht in der NähedcS Königs, und kann nichts darüber sagen. Ich wußtesogar nicht einmal, daß er von einem Nebel befallenworden ist."
Die Richter schauten sich mit einem ungläubigenLächeln an.
„Ah! Ihr wußtet es nicht?" sagte der Präsident.
„Ja, mein Herr, und, cs thut mir leid. Obgleichder König der Franzosen nicht mein König ist, so habeich doch viel Sympathie für ihn."
„Wirklich?"
„Bei meinem Ehrenwort! Es ist nickt wie beiseinem Bruder, dem Herzog von Alengon. Dieser, dasmuß ich gestehen." ....
„Es handelt sich hier nicht um den Herzog vonAlengon, sondern um Seine Majestät."