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am bezeichnet«! Orte jeder einen Dolch; ich stoße unse-rem Führer ein Loch in den Bauch."
„Nein, nicht in den Bauch, Du wurdest ihm seinefünfhundert Thaler stehlen; in den Arm."
„Ah, ja, in den Arm; das müßte ihn zu Grunderichten, den guten armen Mann. Man würde bald sehen,daß eine Gefälligkeit von seiner wie von meiner Seite imSpiele gewesen ist. Stein, nein, in die rechte Seite, in-dem ich den Dolch geschickt an den Nippen Hingleiten laste;das ist ein wahrscheinlicher und unschuldiger Stoß."
„Wohl, es mag seyn. Hernach?»
„Hernach verrammelst Du die große Pforte mit Bän-ken, während unsere zwei Prinzessinnen hinter dem Altarhervoreilcn, wo sic verborgen sind, und Henriette die kleineThnre öffnet.
„Und dann," sprach La Mole mit einer bebendenStimme, welche wie Musik durch die Lippen zieht, „und dannerreichen wir den Wald. Ein Kuß. jedem von uns gegeben,macht nnö freudig und stark. Sichst Du uns, Annibal,über unsere raschen Pferde herabgeneigt und das Herz sanftbewegt! Oh, es ist etwas Schönes um die Furcht, um dieFurcht in freier Lust. wenn man sein gutes Schwert ander Seite hat und seinem Renner Hurrah zuruft, wennman ihm beide Sporen in den Leib drückt und er bei je-dem Hurrah springt und fliegt."
„Ja," sprach Coconnas, „aber die Furcht zwischen vierMauern, was sagst Du dazu, La Mole?" Ich kann ei»Wörtchen davon sprechen, denn ich habe so etwas empfun-den, als das Reiche Gesicht von Bcanlieu zum ersten Male^ in meinem Zimmer erschien, hinter ihm im Schatten Par-tisanen glänzten und ein nnheilschwangercs Getöse vonan einander gestoßenem Eisen sich hörbar machte. Ichschwöre Dir, ich dachte sogleich an den Herzog von Alen-?on, und erwartete sein häßliches Gesicht zwischen zweigemeinen Hellebardier-Köpfen zu sehen. Ich täuschtemich, und das war mein einziger Trost, aber ich verlornicht Alles, denn als die Nacht eintrat, träumte ich davon."