Druckschrift 
9/10 (1845)
Entstehung
Seite
55
Einzelbild herunterladen
 

Der Parfnmeur erschien. Karl ging mit gebieterischer Mime auf ihn zu.

Euere Majestät hat mich rufen lassen," sagteNene zitternd.

Ja. Ihr scyd ein geschickter Chemiker, nicht währ?"

Lire..."

Und Ihr wißt Altes, was die geschicktesten Aerztewissen?"

Eure Majestät übertreibt."

Nein, meine Mutter hat es mir gesagt. Ueberdicshabe ich Vertrauen zn Euch und Witt lieber Euch »inRath fragen, als jeden Anderen. Seht," sagte er, dieLeiche deS Hundes entblößend,seht, waS dieses Thierzwischen een Zähnen hat, und sagt mir, woran cs ge-storben ist."

Während Rena sich, eben so sehr um seine Unruhezu verbergen, als um dem König zn gehorchen, mit derKerze in der Hand bis auf den Boden bückte, erwarteteKarl aufrecht stehend, die Angc» auf diesen Menschengeheftet, mit lei.bt begreiflicher Ungeduld auf das Wort,welches sein Todesurtheit oder das Unterpfand seinerRettung scyn sollte.

Renö zog eine Art von Scalpel ans seiner Tasche,öffnete' cS, machte mit der Spitze von dem Rachendes Windhundes die an dem Zahnfleische hängenden Pa-pierstückcheiw los und betrachtete lange und aufmerksamdas Blut und die Galle, welche jede Wunde von sichgab.

Sire, sprach er zitternd,das sind traurige Sym-ptome. "

Karl fühlte, wie ein eisiger Schauer alle seineAdern durchlief und bis in sein Herz drang.

Ja," sagte er,nicht wahr, dieser Hund ist ver-giftet worden?"

Ich befürchte es, Sire."

Mit welcher Art von Gift?"

Mit einem mineralischen Gifte, wie ich ycrmnthc."