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Schwere des Gehirns ließ ibm kaum die Fähigkeit, seineGedanken mit einander zu verbinden. Eine blutigeWelke schwamm vor seinen Augen, sei» Mund wartrocken und er batte bereits, ohne seinen Durst zu stillen,eine ganze Flasche Wasser geleert.
Mitten unter dieser schlafartigen Betäubung öffnetesieb die Tihüre und Heinrich erschien: Herr von Nanceykam bintcr ihm, blieb aber im Vorzimmer stehen.
Der König von Navarra wartete, bis die Thnrewieder geschlossen war, und schritt dann vor.
„Sire ," sagte er, „Ihr habt mich rufen lassen;hier bin ich."
Der König bebte bei dieser Stimme und strecktemaschinenmäßig die Hand ans.
„Sire," versetzte Heinrich und ließ die Hände anseinen Seiten hcrabhängen. „Eure Majestät vergißt,daß ich nicht mehr ihr Bruder, sondern ihr Gefan-gener bin."
„Nb, das istUvähr!" sprach Karl, „ich danke, daßAhr mich daran erinnert habt. Mehr noch: cS fällt mirein, Ihr habt mir versprochen, offenherzig zu antworten,wenn wir. allein wären."
„Ich bin bereit, dieses Versprechen zu halten. FragtSire."
Der König goß kaltes Wasser in seine Hand undhielt es an seine Stirne.
„Was ist an der Anschuldigung des Herzogs vonAlcngon wahr? Antwortet, Heinrich."
„Nur die Hälfte; Herr von Nlenyon sollte fliehen,und ich sollte ihn begleiten."
„Und warum solltet Ihr fliehen ?" fragte Ka>l. „SeydIhr unzufrieden mit mir, Heinrich?"
„Nein, Sire, im Gegentheil, ich habe mich nur überEure Majestät glücklich zu preisen, und Gott, der inden Herzen liest, sieht in dem meinigen die tiefe Zunei-gung, die ich für meinen Bruder und König hege."