Druckschrift 
9/10 (1845)
Entstehung
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Mein Falke hat sich auf einen Fasanen geworfen,Sire," sprach Heinrich, ,,nnd zwar in dem Augenblick,wo wir zurückgeblieben'waren, um den Reiher zu sehen."

Wo ist der Fasan?"

Hier, nicht wahr, ein schöner Hahn?"

Und hiebei überreichte Heinrich dem König mit derunschuldigsten Miene den Vogel mit dem Gefieder vonPurpur, Azur und Gold.

Ah! ah!" sprach Karl,aber warum scyd'Jhr mirnicht nachgerittcn. nachdem dieser Fasan genommen war?"

Weil er seinen Flug nach dem Parke gerichtet hatte,Sire, so daß wir, als wir am User des Fluges hinab-ritten, Euch eine halbe Meile vor uns bcreus wieder ge-gen den Wald hinaufreiten sahen; dann fingen wir an,auf Eurer Spur fortzngaloppiren, denn da wir zu derJagd Eurer Majestät gehören, so wollten wir sie auchnicht verlieren."

Und alle diese Edellcnte," versetzte Karl,waren sieauch eingclaben?"

Was für Edellcnte?" erwiederte Heinrich, undschaute fragend rings umher.

Euere Hugenotten, bei Gott!" rief Karl;wennsie Jemand eingeladen hat, so bin ich es jedenfallsnicht gewesen."

Nein, Sire," antwortete Karl,aber vielleichtwar es Herr von Alen^on."

Herr von Alengon, wie so?" '

Ich?" rief der Herzog.

Oh! ja, mein Brnder," erwiederte Heinrich,habtIhr gestern nicht verkündigt, Ihr wäret König von Na-varra? Nun, die Hugenotten, die Euch zum Königverlangt haben, kommen, um Euch zu danken, daß Ihrdie Krone angenommen, und dem König, daß er siegegeben hat. Nicht wahr, meine Herren?"

Ja! ja!" riefen zwanzig Stimmen:es lebe derHerzog von Alenyon! es lebe König Karl!"

Ich bin nicht der König der Hugenotten," sagte