Nlenyon galoppirte voll Vertrauen neben dem König,dessen schlechte Laune sich nach durch furchtbare Schmerzenvermehrte. Mehrere Male war er einer Ohnmacht nahegewesen, und ein Mal hatte er sogar Blut gebrochen.
„Vorwärts ! vorwärts!" sprach der König anlangend;„es drängt mich in den Louvre zurück. Schießt mir allediese Parpaillots von Bau weg; es ist heute Sauet Blasius,der Vetter von Sanct Bartholomäus."
Bei diesen Worten des Königs setzte sich der ganzeHaufen von Spießen und Büchsen in Bewegung, undman nöthigte die Hugenotten, die man theils im Walde,theils in dem Pavillon verhaftet hatte, einen nach demandern aus der Hütte berauszutreten.
Aber von dem König von Navarra, von Margaretheund von Herrn von Mvup war nichts zu sehen.
„Run," sagte der König, „wo ist Heinrich, wo istMargot. Ihr habt mir sic versprochen, Alenyvn undCorboeuf! man muß mir sic finden."
„Der König und die Königin von Navarra? ^ ver-setzte Herr von Nancey, „wir haben sie nicht einmal ge-sehen,"
„Hier sind sie," rief Frau von Revers,
Cs erschienen wirklich in diesem Augenblick am Endeeiner Allee, welche nach dem Fluße führte, Heinrich undMargot, Beide ganz ruhig, als ob gar nichts vorgiuge;Beide den Falken auf der Faust und nach der Art derVerliebten mit so viel Kunst an einander geschlossen, daßihre Pferde, nicht minder vereinigt als sie, im Galoppirensich mit den Nüstern zu liebkosen schienen,
Wüthcnd ließ nun Alentzvn die Umgegend durchsuchen,und bei dieser Gelegenheit geschah es, daß man La Moleund Coeonnas unter ihrer Ephculaube fand.
Sic zogen auch in den Kreis ein, welchen die Gardenmit brüderlicher Dnrchschlingung bildeten Nur konntensie sich, da sie keine Könige waren, keine so gute Haltunggeben, wie Heinrich und Margarethe. La Mole war zubleich, Coeonnas zu roth.