Druckschrift 
9/10 (1845)
Entstehung
Seite
31
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St

Du wirst festen."

La Mole betrachtete das Thier, das seinen Kopf zurErde senkte, als schickte es sich an, zu grasen. Es storchteunbeweglich. Bald stob es seine mit prachtvollem Ge-weih beladene Stirne empor und spitzte das Geher nachder Seite, von welcher ohne Zweifel das Geräusch kam.Dann jagte es plötzlich ohne eine scheinbare Ursache raschwie der Blitz fort.

,.OH! oh!" sagte La Mole,ich glaube Du hastRecht, denn der Hirsch entflieht."

Da er nun entflieht," versetzte ^Coconnas,so ge«schieht cs, weil er das hört, was Du nicht hörst."

Ein dumpfes, kaum vernehmbares Geräusch bebtewirklich durch das Gras; für minder geübte Ohren wärees der Wnw gewesen; für Reiter war es ein ent-fernter Galopp von Pferden.

La Mole war in einer Sekunde auf den Beinen.

Hier sind sie,'j sprach er,frisch auf!"

Coconnas erhob sich, aber ruhiger; die Lebhaftig-keit des Piemontesen schien in das Herz von La Moleübergegangen zu sepn, während es im Gcgentheil denAnschein hatte, als hätte sich die Sorglosigkeit des Letz-teren seines Freundes bemächtigt. Der Eine handelte indieser Sache ans Enthusiasmus, der Andere wider seinenWillen.

Bald schlug ein' gleichmäßiger Lärmen an das Ohrder zweiFreunde. Das Wiehern eines Pferdes machte, daßdieRosse, welchesie zehn Schritte von ihnen entfernt bereithielten, die Ohren spitzten, und in der Allee erschien,rasch wie ein Schatten voriibcrziehend, eine Frau, die sichnach ihrer Seite wand, ein seltsames Zeichen machte undwieder verschwand.

Die Königin!" riefen Beide gleichzeitig.

Was bedeutet dies?" fragte Coconnas.

Sic hat mit dem Arme so gemacht," erwiederteLa Mole,das bedeutet: sogleich."