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Diese Vorsichtsmaßregel genügte Alenyon nicht,denn er wickelte das Buch in seinen Mantel.
«Eilt, eilt," sprach Catharina, „Heinrich kann jedenAugenblick wieder heraufkommen." ,
„Ihr habt Recht, Mädame, ich gehe."
Und der Herzog entfernte sich wankend vor Angst.
Wir haben bereits mehrere Male den Leser in dieWohnung des Königs von Navarra eingesührt; wir ha-ben ihn in demselben lustigen und schrecklichen Sitzungenbeiwohnen lasten, je nachdem der Schutzgeist des zukünfti-gen Königs von Frankreich lächelte ober drohte. Aber nievielleicht war in diesem durch den Mord von Blut befleck-ten, vonder Orgie mit Wein besprengten , durch die Liebevon balsamischen Düften durchzogenen Mauern, nie war indiesem Winkel des Louvre ein bleicheres Gesicht erschienen,als das des Herzogs von Alenoon, der, sein Buch in derHand, die Thüre des Schlafzimmers des Königs vonNavarra öffnete.
Und dennoch war Niemand, wie es der Herzogerwartete, in diesem Zimmer, um mit neugierigem oderunruhigem Auge die Handlung zu beobachten, die er zubegehen im Begriffe.war. Die ersten Strahlen des Tageserleuchteten das vollkommen leere Gemach.
An der Wand hing das Schwert bereit, das Herrvon Mouy Heinrich mitzunchmen gerathen hatte. EinigeGlieder eines Panzergürtels lagen auf dem Boden zer-streut. Eine anständig gefüllte Börse und ein kleinerDolch waren auf einem Schranke sichtbar und leichte,noch in dem Kamin flackernde Asche, so wie andere An-zeichen sagten Alengon ganz deutlich, daß der König vonNavarra ein Panzerhemd angelegt, Geld von seinem Schatz-meister verlangt und gefährdende Papiere verbrannt halte.
„Meine Mutter täuschte sich nicht, der Schurkehat wich verrathen," sprach Alengon.
Diese Ueberzeugung verlieh ohne Zweifel dem jun-gen Menschen eine neue Kraft; denn nachdem er mitKönigin Margot. Ul. 2