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Solen zdic): der für die niedere Geistlichkeit bestimmte, an das Bema (s.d. W.) angränzeude Raum im Chore der byzantinischen Kirchen.
Spandrille: s. Zwickel.
Sparrenkopf: s. Trägstem:
Sprossen werk: s. Pfosten.
Stäbchen: s. Hohlkehle.
St ein werk: in der alten Stcimnctzcnsprachc künstlich construirtc Archi-tckturglicdcr wie Fialen, Wimbcrgc u. s. w.
Stcrngcwölbe: s. Nctzgewölbe.
Stich bogen: ein flacher Rundbogen.
Stirnbogen: s. Archivoltc.
Streb cbogcn: (Abb.14) ein anfstcigendcrSchwibbogen, wclcherStrebepsci-lcr nntcr sich und mit der Wand verbindet, um den auf letztere drückenden Schubder Gewölbe nach den Streben übcrzuleitcn. Dieselben sind meist durchbrochen undoben mit knollcnartig in einander gewundenen Blättern (B offen, Krabben) verziert.
Strebepfeiler: (Abb. 2 b.) aus der Wand vorspringendcr vicrcckigterMaucrpfcilcr, welcher ein Widerlager gegen den Druck der Gewölbe nachaußen bildet. Da bei dem gothischcn Style dieser Druck oder Schub stets
auf einzelne Punkte hingcleitct wird, so genügte cs, in der Richtung dieserPunkte die Mauer entsprechend zu Verstärkern. Bei großen Kirchcnbautcn mitniedrigeren Seitenschiffen ließ man freistehende Strebepfeiler über letztere aus-stcigen und verband dieselben durch Strebebogen mit der Wand des Hauptschiffes.
Strebe syst cm: (Abb. 14) nennt man den Inbegriff derjenigen baulichenGlieder, welche die Bestimmung haben, den Scitcndruck der Gewölbe aufznneh-mcn und in einem Vcrticaldruck umzuwandeln. Damit im Zusammenhänge stehtder von den Meistern des Mittelalters zum Constructionsprincip erhobene Er-fahrungssatz, daß bei einer gleichen Menge von Material eine dünne Mauer initStreben mehr Stärke und Widerstandsfähigkeit besitzt, als eine dickere ohne Streben.
Thür stürz: die horizontale Uebcrdcckung des Portales. Zuweilen ist die-selbe in den beiden Winkeln noch durch tragsteinartige Vorsprünge unterstützt.
Trug st ein: (Kragstein, Console, Modillon; Äbb. 15) ein aus der Wandvorspringendes Glied, welches ein anderes Architckturglicd (z, B. den Kranz-leisten) unterstützt. In der christlichen Architektur tritt an die Stelle derselben,besonders zum Tragen des Daches Vielfach der sogen. Bogcnfrics, aus Reihenan einander gefügter Halbkreise oder Spitzbogen bestehend. Im Mittelalter ward essehr üblich, Standbilder auf Konsolen oder Tragsteine zu setzen, und oberhalb derFiguren Ueberdachungcn (B al d ach ine) vorspringen zu lassen. Console (Abb.16) pflegt man Tragstcine von vorherrschend dccorativcm Charakter zu nennen.
Transept: das Wort wird in zwei verschiedenen Bedeutungen gebraucht,indem cs sowohl das ganze Querschiff, als auch die über das Hauptschiff vor-springcndcn Arme des Qucrschiffes bezeichnet. Die crstcre Bedeutung ist indcßwohl die richtigere. Es gibt mittelalterliche Kirchen mit zwei und selbst mitdrei Transcptcn. Der Name kommt von trans und svgtum, der Abschluß, wel-cher das Querschiff vom Chore trennt. Die Abb. 33 zeigt ein Compartimenteiner Wand des Querschiffes, mit der Durchsicht nach der Orgel hin (Abb. 24).
Triforium: Gallcrien, welche sich in den größeren gothischcn Kirchenzwischen den obersten Fenstern des Mittelschiffes (sogen. Lichtgaden, englischolcwostorx) und den Arkaden hinzieh cn.