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Fingerzeige auf dem Gebiete der kirchlichen Kunst
Entstehung
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hundert ab, besonders in Frankreich ziemlich allgemein. Das germanische Mit-telalter knüpfte an das Rad, welches in der heidnischen Zeit eine Beziehung zurVerehrung des Sonnengottes gehabt zu haben scheint, allerhand mystische Vor-stellungen lGlücksrad, Schicksalsrad), wodurch denn die Fensterrose eine beson-ders bedeutsame Nolle spielt. Auf der Peripherie und zwischen den Speichendes Radfcnstcrs wurden denn auch nicht selten menschliche Figuren angebracht.Von dem Marterwerkzeug der heiligen Katharina wird das Radfcnster anch wohlCatharincn-Rad genannt.

Riesen: s. Fiale.

Rippe: s. Kappe.

SacramcnlShäuöchcn: s. Ciborium.

Säule: runde Stütze einer wagcrcchtcn Decke, bestehend aus dem Fuße(Basis), dem Schafte und dem Kapitale (Knauf, Säulcnkopf). Zuwei-len werden unter den Säulen noch Postamente (Säulcnstühlc) angebracht.Der Schaft ist der eigentliche Körper der Säule; seine Mittellinie (Are) mußgeradlinig, seine Grundfläche rund sein. Das Verhältnis; seiner Stärke zurHöhe wechselt nach dem ästhetischen und praktischen Zwecke. Je geringer dasVerhältnis; der Stärke zur Höhe, desto kräftiger erscheint die Säule. DieStärke derselben nimmt nach oben zu ab (Verjüngung) und erhält der Schafteine schwache Biegung oder Schwellung (Entasts) seiner Außcnlinicn. DieSchäfte sind entweder glatt, oder mit Streifen, Cannelurcn (abgerundeteEinschnitte, Kerbe) versehen. Der Säulenfuß dient dem Schafte unmittelbarzur Unterlage; in der Regel beträgt seine Höhe die Hälfte des unteren SHulen-schast-Durchmcsscrs (Model). Das Capitäl trägt die Last des Gebälkes,worauf seine Construction im Allgemeinen und mehrere untergeordnete Gliederdesselben (Abakus, Echinus, Hals u. s. w.) hindcutcn. Die Griechen hatten dreiGattungen von Säulen (Ordnungen), welche zugleich das Gebälkc undüberhaupt den Styl des Bauwerkes bedingten: die dorische, die jonischeund die corinthischc Ordnung. Aus der Vereinigung der beiden letzterenentstand die zusammengesetzte (compostte) oder römische Ordnung. So-dann ist noch die durch ihre Einfachheit ausgezeichnete, angeblich von den Etrus-kern hcrstammendc toscanische Ordnung zu erwähnen. Das Detail ist hierum so mehr zu übergehen, als die Säule für die christliche Baukunst von un-tergeordneter Bedeutung ist, indem der Pfeiler an ihre Stelle tritt, (s. d. W.)

Sattclthurm: ein in Giebel auslaufcndcr Thurm.

Schuft: s. Säule.

Schcidcbo gen: s. Gurtbogen.

Scheitel: der höchste Punkt eines Bogens oder Gewölbes.

Schiff: die für das Volk bestimmte Abthcilung der Kirche. Das Haupt-schiff nimmt bei mehrschiffigen Kirchen die Mitte ein. Sind die Seitenschiffemit dein Hauptschiffe von gleicher Höhe, so nennt man die betreffenden Kirchenwohl Hallenkirchen.

Schlußstein: lAbb. 7 >1.) das im Durchschneiduugspunktc der Krcuz-rippen befindliche, meist runde Glied, welches den Scheitel des Gewölbes bildet.Im späteren Mittelalter wurde der Schlußstein häufig mit reichbemalten Relief-Darstellungen verziert.

Schnecke: alter Ausdruck für Wendeltreppe.

Schwellung: s. Säule.