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Triumphthor: der Bogen, welcher das Mittelschiff der Kirche von demKreuz- oder Querschiffe, oder, wo ein solches nicht vorhanden ist, von demChore trennt.
Tympauum: das über den Portalen befindliche Bogenfcld. Dasselbe -wurde im Mittelalter meist mit Bildwerk in erhabener Arbeit auSgcschmückt.
Uhr: s. Ort.
Verkröpfung: (Ucbcrschneidung), (Abb. 17), ein durch das Zu-sammenstößen von Gesimsen gebildetes Glied. Die spätere Gothik ist besondersstark in Verkröpfungen.
Vierung: s. Kreuzfeld.
Vorkragung: lUcbcrkragnng) aus einer Wandfiäche vorspringcndc Glie-der, insbesondere um den Ucbcrgang aus einer Grundform in eine andere zuvermitteln, z. B. im Innern von Thürmcn, wo dieselben sich oben ans dem,Viereck ins Achteck umgcstalten. S. Abb. 22. Die Vorkragungen, welche zuden schwierigeren technischen Aufgaben gehören, sind aus diesem Grunde in un-serer heutigen Baukunst fast gänzlich außer Hebung gekommen.
Walmung: Abdachung bei den Dächern.
Wandmalerei: s. Fresken.
Waudpfeilcr: s. Pfeiler.
Wandsäule: s. Halbsäulcn.
Wasserschlag: aus der Wand vorspringcndcs Glied, um das Wasseraufzufangcn und von erstercr ferne zu halten.
Widerhalter: s. Strebepfeiler.
Widerlager: s. Bogen.
Wim berge: (Wind-Berge, Abb. 18), durchbrochene Ziergiebel über Spitz-bogen, besonders über Fenstern und Portalen, auf deren hcrvortrctcndcr Profili-rung die beiden Schenkel sich unten aufsetzcn. Der Raum zwischen letzterenwird du.ch Maaßwcrk (s. d. W.) ausgcsnllt; zur Seite stehen flankircnd meistFialen (s. d. W.); die Spitze der Wimbcrgc krönt die Kreuzblume (Abb.18»., in der Hüttcuspraebe schlechthin „Blume" genannt) eine aus zwei über-einandcrgelegten Parallelogrammen construirtes Ornament, welches vielfach ansauslausendcn Spitzen im gothischcn Baustyle vorkommt. Auf dem äußeren Randegedachter Schenkel find Blattvcrzicrungcn sogen. Bossen (Abb. 18b.; s. Strebe-bogen) angebracht. Eine sehr merkwürdige Abhandlung über die Constructionder Wimbcrgc und der Fialen aus dem Jahre 1486 von dem RegensburgerDombanmcistcr Matthias Roriczcr (mit Einleitung und Kommentar hcraus-gegeben von A. Reichcnspergcr, Trier bei Lintz 1845) gibt zugleich Aufschlußüber die Constrnctionsmcthode der alten Meister überhaupt.
Wulst: s. Hohlkehle.
Zackeubogcn: auch wohl fcstonirtcr Bogen genannt, ein an der un-teren Bogenlinie durch vorspringendc kleine Zirkclabschnittc ausgezackter Bogen.Kommt vorzugsweise in Spanien und bei unserer Spätgothik vor.
Zwickel: (Abb. 19, Spandrillc) die dreicckigtcn Wandflächcn an der Schei-demaucr, welche zur Seite der Bogen übrig bleiben und oben durch ein horizon-tales Gesims bcgränzt sind.
Druck von I. D. Hirschfeld in Leipzig.